MuseumsQuartier - Stand der Verhandlungen und Vereinbarungen über die Unterbringung der einzelnen Nutzer

Wien (OTS) - Aus aktuellem Anlass gibt die Geschäftsführung der MuseumsQuartier Errichtungs- und Betriebsgesellschaft folgenden Stand ihrer bisherigen Vereinbarungen bzw. Verhandlungen mit diversen im MuseumsQuartier angesiedelten Nutzern hinsichtlich ihrer derzeitigen und künftigen Unterbringung im MQ bekannt:

Leopold Museum und Museum Moderner Kunst Stiftung Ludwig Wien / MUMOK:

Die neuen Museen und die Räume im renovierten Altbau wurden an den Bund bzw. die Betreiber übergeben, Mietverträge werden zur Zeit von Bund und MQ Gesellschaft verhandelt.

Kunsthalle Wien: Die neue Kunsthalle sowie die Büroräume wurden der Gemeinde Wien übergeben. Die für Bürozwecke seit Jahren unentgeltlich und prekaristisch überlassenen Räume im Fischer-von-Erlach-Trakt dürfen so lange unentgeltlich weiterbenutzt werden bis die Sanierung der neuen Büroräume im Ovaltrakt (hinter der neuen Kunsthalle) abgeschlossen ist, deren Benützbarkeit sich durch einen Wasserschaden verzögert hat.

ZOOM Kindermuseum: Die neuen - vom Bund finanzierten -Räumlichkeiten im MQ werden seit Juni im Prekariumsweg - d. h. unentgeltlich - überlassen. Die nächste Verhandlungsrunde der MQ Gesellschaft mit Vertretern der Gemeinde Wien über Art und Inhalt eines langfristigen Bestandverhältnisses ist für Anfang August anberaumt.

Tanzquartier Wien: Die neuen Räumlichkeiten im MQ sind seit einigen Wochen prekaristisch zur Nutzung übergeben. Die Verhandlungen mit der Gemeinde Wien über das endgültige Bestandsverhältnis stehen kurz vor dem Abschluss.

Architekturzentrum Wien/AzW: Die renovierten Räumlichkeiten wurden an die Gemeinde Wien im Juni übergeben, welche mit dem AzW ein Unterbestandsverhältnis abschliessen wird.

IKW: Prekaristische - d. h. unentgeltliche - Überlassung des bisherigen Büros voraussichtlich bis September 2001.

Verband österr. Galerien moderner Kunst, AICA und springerin:

Prekaristische Überlassung einer gemeinsamen Büroeinheit bis auf Widerruf und abhängig vom Fortgang der Renovierungsarbeiten im Fischer-von-Erlach-Trakt.

basis wien: Die bisherigen Vorgespräche über den Abschluss eines Mietvertrages führten am 10. Juli zu einer grundsätzlichen Einigung darüber, dass die basis nach Beendigung der Sanierungsarbeiten - wie vom Expertenbeirat des Quartier 21 empfohlen - in ihren Raum im Erdgeschoss zurückkehren kann. Vertragsdetails werden zur Zeit von den Anwälten verhandelt. Eine vertragliche Einigung ist bis Ende Juli vorgesehen.

Depot: Positiver Verhandlungsverlauf und grundsätzliche Einigung über eine Räumung der bisher prekaristisch genutzten Räume per 5. August und über die - ebenfalls vom Expertenbeirat des Quartier 21 empfohlene - Rückkehr in die bisherigen Räume nach Abschluss der Sanierungsarbeiten. Detailfragen werden ebenfalls noch von den Anwälten verhandelt, eine vertragliche Einigung ist bis Ende Juli vorgesehen.

Public Netbase: Die MuseumsQuartier Errichtungs- und Betriebsgesellschaft hat Public Netbase - ebenfalls aufgrund der Empfehlung des Expertenbeirates des Quartier 21 - angeboten, die seit Jahren benutzten Räumlichkeiten (ca 300 m2) im Mezzaningeschoss über dem Haupteingang des MQ nach Abschluss der Renovierungs- und Verbesserungsarbeiten wieder zur Verfügung zu stellen.

Dieses Angebot wurde von Public Netbase bisher nicht angenommen. Sowohl die Größe der Räume - der Flächenwunsch von Public Netbase wird weiterhin mit mindestens 1000 m2 angegeben - wie der angebotene Mietzins von ATS 70 / m2 (d.h. ca 1/3 des ortsüblichen Mietzinses) und die Gleichbehandlung mit den künftigen Mietern des Q21, d.h. eine - über eine Beiratsempfehlung beliebig oft verlängerbare - max. Vertragsdauer von jeweils 2 Jahren werden als inakzeptabel erachtet.

Die bisherigen Gesprächsrunden - über speziellen Wunsch von Public Netbase auch in Gegenwart von hochrangigen Vertretern von Bund (BMWBK) und Gemeinde Wien - über den Vorvertrag samt Mietvertragsentwurf, der an Public Netbase am 28.6.2001 übermittelt wurde, verliefen ohne Erfolg.

Trotz vielfacher Hinweise darauf, dass damit eine wesentliche Verzögerung der seit langem geplanten Renovierungsarbeiten im Bereich des künftigen Q21 samt daraus resultierendem wirtschaftlichen Schaden verbunden sei, weigern sich die Vertreter von Public Netbase, die seit 29.6.2001 ohne Rechtsanspruch benützten Räumlichkeiten im MuseumsQuartier zu übergeben und das im Staatsratshof aufgestellte Militärzelt zu entfernen, obwohl Public Netbase bereits über in der Nähe des MuseumsQuartiers angesiedelte neue Räumlichkeiten verfügt. Aufgrund der gesetzlichen Verpflichtung zur Abwehr von wirtschaftlichem Schaden und nach Befassung von Eigentümervertretern und Aufsichtsrat wurde vom Anwalt der MQ Gesellschaft im Auftrag der Geschäftsführung am 22.7.2001 Räumungsklage gegen Public Netbase eingebracht.

Public Netbase nimmt mit dieser Haltung offensichtlich in Kauf, dass sich der Baufortschritt und die Umsetzung des Q21-Konzeptes im MuseumsQuartier verzögert und verteuert und künftige Q21-Nutzer aus dem In- und Ausland erst zu einem späteren Zeitpunkt ins MuseumsQuartier einziehen können.

Rückfragen & Kontakt:

Daniela Enzi, Mag. Susanne Haider
Presse
MuseumsQuartier Errichtungs- und BetriebsgesmbH
Museumsplatz 1/5
A - 1070 Wien
Tel: +43 1 523 5881 207
Fax: +43 1 523 5886
Email: public-relations@mqw.at
www.mqw.at

OTS-ORIGINALTEXT UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS | NEF/OTS