Achatz: "Fischlers Zehn-Punkte-Plan macht die EU nicht demokratischer"

"In Hinblick auf die EU-Osterweiterung braucht Europa einen Kommissar, der sich nichts von den Lobbyisten der Konzerne diktieren läßt, und der nicht am Gängelband der WTO hängt"

Wien, 2001-07-24 (fpd) - "Wie schon Fischlers Sieben-Punkte-Plan in der Vergangenheit nicht die BSE-Krise gelöst, sondern direkt zur Maul- und Klauenseuchen-Krise übergeleitet hat, löst auch Fischlers Zehn-Punkte-Plan nicht die Probleme der EU", meinte heute die FPÖ-Agrarsprecherin Abg. Anna Elisabeth Achatz.****

Solange das Europaparlament praktisch keine Kompetenzen erhalte und nur zum Schein abstimmen dürfe, helfe es nicht, wenn Fischler diesmal drei Punkte mehr in seinen Plan einbaue. "Es ist den Menschen in Europa nicht zumutbar, die Osterweiterung voranzutreiben, wenn die Rahmenbedingungen für eine bäuerliche, nachhaltige Landwirtschaft in Europa nicht geschaffen werden", betonte Achatz.

Kommissar Fischler hätte es in der Hand gehabt das Fundament dafür schon vor Jahren zu legen. " Uns hat Kommissar Fischler den "Feinkostladen Österreich" versprochen. Aber fast ganz Europa wurde von den Seuchen BSE und MKS heimgesucht", sagte Achatz.

Jeder vernünftig denkende Mensch werde sich eine Lösung der enormen Probleme in der EU mit den gleichen Köpfen nur schwer vorstellen können. Aus diesem Grund wäre es für Europa das Beste, wenn Fischler die Konsequenzen aus dem Desaster ziehen würde. "In Hinblick auf die EU-Osterweiterung braucht Europa einen Kommissar, der sich nichts von den Lobbyisten der Konzerne diktieren läßt, und der nicht am Gängelband der WTO hängt", betonte Achatz abschließend. (Schluß)

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