ARBÖ: Wenn der Sommer Pause macht, erhöht Aquaplaning die Unfallgefahr im Straßenverkehr

Wien (ARBÖ) - Zur Zeit macht der Regen dem Sommer in Österreich einen Stich durch die Rechnung. Der ARBÖ warnt: Durch die reichliche Wasserversorgung kann schon bei relativ geringer Geschwindigkeit Aquaplaning auftreten. Eine Gefahr, die von vielen Fahrzeuglenkern häufig unterschätzt wird. Schnelles Reaktionsvermögen verhindert im "Fall des Falles" Auffahr- und andere Unfälle. Der ARBÖ informiert über das richtige Verhalten bei Aquaplaning.

Die Aquaplaning-Vorboten sind Regen, Spritzfontänen vorausfahrender Fahrzeuge und ein Wasserfilm auf der Fahrbahn. Dann ist - laut ARBÖ-Technikern - absolute Vorsicht angebracht, denn bereits bei Tempo 80 können die Vorderreifen auch bei gutem Profil "aufschwimmen". Dabei bildet das Wasser einen Keil zwischen Lauffläche und Fahrbahn, die Räder drehen verlieren die Bodenhaftung, das Fahrzeug wird unlenkbar, schwere Verkehrsunfälle sind die Folge.

Für Aquaplaning besonders anfällig sind Lkw-Transitrouten. Durch die hohen Belastung der Fahrbahndecke ist fast durchwegs der rechte Fahrstreifen mit zwei tiefen Spurrillen versehen, in denen sich zentimetertiefes Wasser sammelt. Genauso auf Durchzugsstraßen - so die ARBÖ-Techniker - wo Lkws beim Bremsen vor Kreuzungen mit Ampelregelung oft Rillen in die Asphaltdecke "graben". Diese "Aquaplaning-Fallen" treten für den Autofahrer überraschend auf -deswegen besondere Vorsicht auf Freilandstraßen mit Ampelregelungen. Eine weitere Aquaplaning-Gefahr bilden Schienenstraßen: Durch die Straßennässe schlittert das Fahrzeug fallweise dahin, ähnlich wie auf Glatteis.

Die drei wichtigsten Aquaplaning-Vorboten:
1. Je höher das Wasser auf der Fahrbahn steht, desto rascher verschwindet die Spur des Vordermannes.
2. Eine starke Wasserschleierbildung des vorausfahrenden Wagens signalisiert ebenfalls einen dicken Wasserfilm.
3. Eine auffällige Leichtgängigkeit der Lenkung ist das letzte Alarmsignal. Einziger Ausweg: Tempo sofort verringern, aber keinesfalls bremsen, sondern nur den Fuß vom Gaspedal nehmen.

Aquaplaning wird besonders begünstigt, wenn:
* die Reifen eine Profiltiefe unter 3 mm aufweisen. Dadurch hat das Fahrzeug auf regennasser Fahrbahn schon unter bestimmten Voraussetzungen bereits bei 50 km/h keine sichere Bodenhaftung mehr. * die Wassertiefe auf der Fahrbahn nur einigen Millimeter beträgt. Hier besteht auch für tadellose Reifen bei Tempo 90 bereits höchst Aquaplaninggefahr.
* Regen die Fahrbahn beinahe in einen Bach verwandelt. Hier ist auch der beste Reifen chancenlos und das Fahrzeug kann plötzlich unlenkbar werden.

So verhalten Sie sich bei Aquaplaning richtig:
* Halten Sie das Lenkrad gerade.
* Nicht bremsen, denn unkontrollierte Fahrzeugbewegungen sind dadurch nahezu unvermeidbar. Verfügt Ihr Fahrzeugen jedoch über ABS kann eine Vollbremsung helfen!
* Kuppeln Sie aus oder gehen Sie - beim Automatikgetriebe - vom Gas weg.

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