ORF-Stellungnahme zu FPÖ-Aussendungen

Wien, (OTS) - In einer OTS-APA-Aussendung teilt der Freiheitliche Pressedienst zwei Anträge mit, die von den ORF-Kuratoren Khol/Westenthaler "in der Sitzung des ORF-Kuratoriums eingebracht wurden". Eingegangen und beschlossen wurde jedoch nur der erstgenannte Antrag, der zweite und dritte in dieser Aussendung genannte Antrag wurde in dieser Form weder eingebracht noch beschlossen.

Zur Aussendung des ORF-Kurators Klubobmann Peter Westenthaler zum Thema VÖZ-ORF-Vertrag ist festzuhalten: Gemäß einem Rechtsgutachten war das Übereinkommen zwischen VÖZ und ORF dem Kuratorium nicht zur Genehmigung vorzulegen. Der ORF-Generalintendant hat nie behauptet, dass das Übereinkommen dem Kuratorium vorgelegt worden sei, wohl aber hat die Geschäftsführung bei nicht weniger als acht verschiedenen Gelegenheiten darüber berichtet. Bemerkenswert ist, dass zu keiner Zeit die Vorlage des Übereinkommens auch nur von einem einzigen Kurator gewünscht worden ist - einem solchen Wunsch wäre selbstverständlich entsprochen worden.

Die Behauptung des Kurators Westenthaler "die heutigen Abstimmungen sind in Wirklichkeit ein Misstrauensvotum gegenüber Weis und gegen die amtierende ORF-Führung und darüber hinaus ein Beweis dafür, dass Weis die Unwahrheit gesagt hat", entbehren jeder Logik und sind aufs Schärfste zurückzuweisen. Der ORF hat die Öffentlichkeit keineswegs mehrfach falsch informiert, sondern im Gegenteil wahrheitsgemäß und nach den Grundsätzen der Objektivität, Ausgewogenheit und Meinungsvielfalt berichtet.

Lediglich eine Panne in einer langen Kette der Berichterstattung ist einzuräumen. In einem Bericht im ORF-Radio vom 28. Juni 2001 hat das Abendjournal in seiner Zitierung des Kuratoriumsvorsitzenden Prof. März das Wort "berichtet" durch das Wort "vorgelegt" ersetzt und dadurch die Aussage des Kuratoriumsvorsitzenden verfälscht. Dieser bedauerliche Fehler wurde freilich sofort korrigiert und in allen weiteren Meldungen richtig gestellt. Die pauschalen Angriffe von FPÖ-Klubobmann Westenthaler sind jedoch entschieden zurückzuweisen.

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