Waneck: Freigabe von Cannabis kommt nicht in Frage

Legalisierung von Drogen ist ein Irrweg

Wien, 2001-07-20 (BMSG) - Erschüttert zeigte sich heute FP-Staatssekretär Univ. Prof. Dr. Reinhart Waneck aufgrund der heutigen Forderung der Grünen nach einer Freigabe von Cannabis. "Offenbar haben die Grünen die jüngst veröffentlichten Zahlen der österreichischen Drogenopfer schon wieder vergessen." *****

227 Suchtgifttote, davon alleine 144 in Wien, seien ein weiterer Beweis dafür, dass eine liberale Drogenpolitik, wie sie vor allem in Wien praktiziert werde, unweigerlich zu einer Zunahme der Opfer führe, warnte Waneck. "Leider fallen diese Liberalisierungswünsche im sozialistischen Wien auf fruchtbaren politischen Boden. Es gibt keine harten und weichen Drogen. Drogen sind giftig, schädlich, gefährlich und verursachen großes menschliches Leid für ganze Familien", so Waneck. Besonders Cannabis sei eine gefährliche Einstiegsdroge, die schwerste psychische Schäden verursache.

"Umso kurioser ist es, dass ausgerechnet die Grünen, die für eine saubere Umwelt, gesunde Nahrung und gegen Schadstoffe jeder Art auf die Barrikaden steigen, nichts Falsches daran erkennen können, wenn sich unsere Kinder und Jugendlichen mit gefährlichsten Giften voll pumpen", sagte Waneck, der davor warnte auf solche falschen Propheten zu hören.

"Unsere Aufgabe als verantwortungsbewusste Gesundheitspolitiker ist es, unsere Jugend vor Drogen zu schützen. Drogenliberalisierung oder gar Drogenfreigabe sind Irrwege, die das Problem noch verstärken", so Waneck. Neben den Grünen betreibe besonders auch Wiens Drogenkoordinator Hacker, Verharmlosung, indem er weiterhin die Gefahren der sogenannten Designerdrogen leugne, kritisierte Waneck. "Wie viele Drogentote brauchen die verantwortlichen Wiener SP- und Grünpolitiker noch, bis sie endlich erkennen am falschen Weg zu sein?"

"Wenn wir nicht wollen, dass die Zahl der Drogentoten im kommenden Jahr weiter steigt - und ich gehe davon aus, dass dies niemand will - dann müssen die verantwortlichen Gesundheitspolitiker in den Bundesländern verstärkt auf ihre Drogenkoordinatoren einwirken. Verharmlosung und leugnen des Problems ist nicht das, was ich von verantwortungsvollen Politikern erwarte", schloss Waneck. (Schluss) mg nnn

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