Gemeinsame Mittelstufe ist einzige Chance

Wien (OTS) - "Die synergetische Zusammenführung aller Mittelstufenformen zu einer gemeinsamen Schulform für alle Kinder, sehe ich als einzigen Ausweg aus der Misere der Mittelstufe", relativiert Josef Hieden, Schulsprecher der Österreichischen Kinderfreunde, die Aussagen Antonis. "Antonis Modell hat zwar für die Großstadt ihre Richtigkeit aber der ländliche Raum wird hierbei überhaupt nicht berücksichtigt - dort ist dieses Modell nicht anwendbar", fährt Hieden fort.

Die Schwächen des derzeitigen Systems sind klar erkennbar. Auf der einen Seite bildet die Hauptschule in den Ballungszentren ein Bildungsghetto, die AHS ist aber so hoffnungslos überfüllt, dass oft nur mehr Kinder mit einem 'Sehr gut' in Deutsch und Mathematik aufgenommen werden. Dieser numerus clausus der hier angewandt wird, stellt sozial benachteiligte Familien ganz klar ins Abseits. In vielen ländlichen Gegenden wiederum lässt die fehlende Infrastruktur nur einen Hauptschulbesuch für viele Kinder zu.

Eine gemeinsame Schulform würde nach dem Vorbild vieler europäischer und angloamerikanischer Länder, Kindern die Chance geben, sich individuell zu entwickeln und Defizite auszugleichen. "Hier werden Kinder nicht schon mit 10 Jahren nach Schulnoten selektiert - diese Auslese erfolgt doch immer auf Kosten der sozial schwach Gestellten und nicht auf Grund realer Leistungsprofile", erklärt Hieden abschließend.

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