Weltklimagipfel in Bonn CoP 6b: Eisbärendemo vor dem Tagungscenter

WWF-Eisbären fordern Führungsstärke von angereisten Ministern

Wien (OTS) - Mit einer ungewöhnlichen Aktion feuerte der WWF heute die anreisenden Minister auf der Klimakonferenz an, das Kioto-Abkommen endlich unter Dach und Fach zu bringen. Zwölf WWF-Aktivisten in Eisbärkostümen entrollten ein 30 Meter langes Banner mit dem Slogan "Real Leaders don't walk away from global warming". Ob die Politiker aus aller Welt wirklich in der Lage sein werden, dem Treibhauseffekt wirksam entgegen zu treten, müssen die nächsten Tage zeigen. Insbesondere Japan, Australien und Kanada müssen sich bewegen und ihre starren Positionen aufgeben.

"Die Klimakonferenz geht jetzt in die heiße Phase. Sonntagsreden helfen uns nicht weiter. Wenn es jetzt nicht gelingt, das Kyoto-Protokoll auf den Weg zu bringen, läuft uns die Zeit davon", betonte Regine Günther, die Leiterin des WWF-Klimareferats. Die Delegationen seien dazu verdammt, sich zu einigen. Eine Blamage wie in Den Haag könne man sich nicht leisten.

Der WWF hält eine Einigung in der entscheidenden Frage ohne die USA für möglich und nötig. "Europa und Japan können hier unter Beweis stellen, dass sie in der Lage sind, eine Führungsrolle zu übernehmen. Das Kyoto-Protokoll wird zur Nagelprobe", so Regine Günther. Wenn es gelinge, eine Einigung zu erzielen, mit der der Treibhausgasausstoss der Industrieländer wirklich reduziert werde, sei man einen ersten Schritt weiter.

Die EU und eine Reihe von Entwicklungsländern haben deutlich gemacht, dass sie mit der klaren Absicht nach Bonn gereist sind, die Regeln für die Umsetzung des Kyoto-Protokolls abzuschließen. Auch die Japaner haben wiederholt unterstrichen, dass sie gewillt sind, das Abkommen im nächsten Jahr in Kraft treten zu lassen.

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