Qualitätsstandards in der Wasserwirtschaft erhalten!

LSth. Gorbach zu Wasser-Reformstudie des Bundes

Bregenz (VLK) - "Wir können uns nicht grundsätzlich gegen
dieses Thema verschließen, müssen jedoch einige wichtige
Dinge auf jeden Fall beachten", kommentiert Wasserwirtschaftsreferent Landesstatthalter Hubert Gorbach
den Inhalt der von Bundesminister Wilhelm Molterer
veröffentlichten Studie bezüglich einer Liberalisierung und Privatisierung der Wasserver- und Abwasserentsorgung. ****

"Wasserversorgung, Abwasserreinigung und Gewässerschutz
sind die tragenden Säulen der Gesundheit der Bevölkerung", so Gorbach: "Wenn Strukturveränderungen diskutiert werden,
müssen die hohen Qualitätsstandards nachhaltig gesichert
werden." Weiters seien klar nachvollziehbare Faktoren zu
definieren, um den Erfolg der neuen Strukturen beurteilen zu können. Für die Bevölkerung ist weiterhin die hohe Qualität
des Trinkwassers sicherzustellen.

Österreich liegt mit seiner Trinkwasserversorgung sowohl hinsichtlich der Wasserressourcen, der erbrachten Qualität
und der Versorgungssicherheit im europäischen Spitzenfeld.
"Dieser Qualitätsstandard muss langfristig gesichert sein",
betont Gorbach. "Weder kann eine Verschlechterung der Trinkwasserqualität noch die der technischen Infrastruktur zugunsten von Gewinnmaximierungsüberlegungen akzeptiert
werden."

Hauptinhalt der Studie des Beratungsunternehmens Price/Waterhouse/Coopers (PWC) ist der Vorschlag zur
Reorganisation der Wasserversorgung und Abwasserentsorgung
mit dem Ziel der Kostenverringerung. Private Partner sollten einbezogen werden, die öffentliche Hand soll aber weiterhin
die Eigentümerschaft behalten. Die Studie soll den
zuständigen Experten auf Bundes- und Landesebene als Diskussiongrundlage dienen.

Landesstatthalter Gorbach hat sich bisher schon dafür eingesetzt, dass ländliche Gebiete auch weiterhin sozial verträgliche Gebühren anbieten können und dass auch bei der anstehenden Änderung von Förderrichtlinien die Qualität der Wasserver- und entsorgung nicht leidet. "Auf der anderen
Seite können aber nötige Sparmaßnahmen an diesem Bereich
nicht vorbeigehen. In Vorarlberg sind über 90 Prozent der Bevölkerung an die öffentliche Kanalisation angeschlossen -
das kommt uns zugute, aber in der Tat ist bei den neuen Förderrichtlinien da und dort mit geringeren Förderungen zu rechnen, sodass ein Druck auf Alternativen und kostengünstige Maßnahmen entsteht", gibt der Landesstatthalter zu bedenken. (so/gw,nvl)

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