Konecny: Gute Zeiten für Burschenschaften

Wien (SK) "Die Zeiten werden für Burschenschafter günstiger. Unter der Schirmherrschaft der blau-schwarzen Regierung dürfen sie nicht nur in die sensibelsten Bereiche der Demokratie vordringen, sondern werden auch nicht mehr ideologisch bewertet oder gar vom Innenminister im Rechtsextremismusbericht erwähnt", erklärte der Vorsitzende der SPÖ-Bundesratsfraktion Albrecht K. Konecny. Damit Letzteres, nämlich die Nichterwähnung und damit die völlige Ausklammerung der Burschenschaften aus der staatspolizeilichen Darstellung als Teil der rechtsradikalen Szene in Österreich garantiert ist, habe sich die rechtskonservative Koalition bekanntlich entschieden, keine Berichte über Rechtsextremismus in Österreich mehr zu veröffentlichen. Nun wurde gestern, in der Fragestunde des Bundesrates von Justizminister Böhmdorfer noch zusätzlich erwähnt, dass die ideologische Bewertung einer Burschenschaft nicht in den Kompetenzbereich eines Justizministers falle. Damit sei auch hier ein weitere Garantieerklärung abgegeben worden: Die Burschenschaften werden als Tabu-Bereich erklärt. "Auf Grund des hohen Burschenschafteranteils in der FP, und damit auch in der Regierung ist dies verständlich und die deklarierte Umstrukturierungspolitik der Koalition beinahe notwendig," erklärte Konecny. (Schluss) se/mp

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