Mineralölindustrie gegen EU-Vorschlag in Frage Normalbenzin

Wien (OTS) - Aus dem Vorschlag der Europäischen Kommission vom 11. Mai 2001 für eine Richtlinie über die Qualität von Otto- und Dieselkraftstoffen ist zu entnehmen, dass ab dem Jahr 2005 der Verkauf von Normalbenzin in der Europäischen Union nicht mehr erlaubt sein soll. Als Begründung für diese Regelung nennt die Kommission den geringen Anteil von Normalbenzin am EU-Benzinmarkt. Vorbehaltlich der offiziellen Begutachtung teilt der Fachverband der Mineralölindustrie mit:

- In Österreich betrug der Verbrauch von Normalbenzin im vergangenen Jahr 623.000 Tonnen. Im Vergleich zum Gesamtverbrauch von Motorenbenzinen entspricht dies 31,5 %.

- Die Infrastruktur für die Versorgung mit Normalbenzin ist an den Tankstellen in Österreich flächendeckend gegeben.

- Normalbenzin ist gegenüber Eurosuper 95 um etwa 20 bis 25 Groschen pro Liter günstiger. Ein Wegfall von Normalbenzin würde für die Konsumenten eine jährliche finanzielle Mehrbelastung von über ATS 200 Millionen bedeuten.

- Aus Sicht der Erzeugung führt ein höherer Oktanpool in der Raffinerie zu zusätzlichen Kosten, höheren Emissionen und dadurch zu einer höheren Umweltbelastung. Vorteile für die Umwelt sind nicht zu erkennen.

Der Fachverband spricht sich dafür aus, dass auch über das Jahr 2005 hinaus Normalbenzin an Tankstellen verkauft werden kann, und erwartet von den zuständigen österreichischen Behörden eine entsprechende Vertretung dieses Standpunktes bei den offiziellen EU-Stellen in Brüssel. In Deutschland vertritt die Mineralölwirtschaft einen analogen Standpunkt.

Rückfragen & Kontakt:

Fachverband der Mineralölindustrie
Tel: 01-713 23 48
e-mail: office@oil-gas.at

OTS-ORIGINALTEXT UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS | NEF/OTS