Start des Automotive Cluster Vienna Region

Wien, (OTS) "Der "Automotive Cluster Vienna Region" ist ein weiteres konkretes gemeinsames Projekt auf dem Weg zur Realisierung der "Vienna Region", des Wirtschaftsraumes der Ostregion”, betonte am Donnerstag Wiens Finanz- und Wirtschaftsstadtrat Vizebürgermeister Dr. Sepp Rieder im Rahmen eines gemeinsamen Mediengespräches mit dem niederösterreichischen Landesrat für Wirtschaft, Tourismus und Technologie, Ernest Gabmann.

Auch LR Gabmann sieht den Cluster als Weiterführung der bereits seit Jahren ausgezeichneten Zusammenarbeit der Bundesländer Niederösterreich und Wien.****

Rieder: "Der Cluster beschäftigt sich nicht nur mit einer der zukunftsträchtigsten Branchen, sondern ist in zweifacher Hinsicht auch ein gewaltiger Schritt weg von einem Schrebergartendenken in der Wirtschaftspolitik: Einmal durch das gemeinsame Engagement von Wien und Niederösterreich und einmal durch die geplante enge Kooperation mit den schon bestehenden österreichischen Automobilclustern in Oberösterreich und der Steiermark, die künftig unter einem ´Triple A´, der Austrian Automotive Association - AAA gemeinsam firmieren werden." Beim Mediengespräch anwesend waren auch der Geschäftsführer des Wiener Wirtschaftsförderungsfonds, D.I. Dr. Bernd Riessland, und der Geschäftsführer der ECO PLUS, Dkfm. Theodor Krendelsberger. Der Cluster wird gemeinsam durch den Wiener Wirtschaftsförderungsfonds (WWFF) und Eco Plus, Niederösterreichs Regionaler Entwicklungsagentur realisiert. Ziel des Clusters ist eine verstärkte Zusammenarbeit zwischen Industrie, System- und Komponentenlieferanten sowie Forschung & Entwicklung. Der Cluster wird sich nicht nur auf die automotiven Zulieferer der Region konzentrieren, sondern sich auch mit der Zukunft der Verkehrswege bzw. -leitsysteme beschäftigen, wie etwa flexible und individuelle Leit- und Informationssysteme für Autofahrer über Satellit oder Handy.
Ein Beratungsunternehmen ist in einer Studie über die Potenziale des Automotive Clusters Vienna Region zu dem Ergebnis gekommen, dass besonders Querschnitts-Technologien wie eben Verkehrsleitsysteme in die Planungen miteinbezogen werden sollten. Es zeigt sich, dass Wien und Niederösterreich ein gutes Potenzial für eine Clusterbildung im automotiven Bereich mit ausgezeichneten Profilierungsmöglichkeiten haben.
1997 waren in Niederösterreich und Wien rund 5.700 Personen im Fahrzeugbau-Sektor beschäftigt, die Erlöse betrugen fast 20 Milliarden Schilling (1,45 Mrd. €) mit einer Bruttowertschöpfung von rund 6,6 Milliarden Schilling (0,48 Mrd. €).

Knapp 32 Prozent aller wichtigen erfassten Zulieferbetriebe Österreichs haben ihren Standort in Niederösterreich und Wien.

Der Automotiv Cluster wird natürlich eng mit den bestehenden Automobil-Clustern in Oberösterreich und der Steiermark zusammenarbeiten und Synergiemöglichkeiten nutzen. International kann sich Österreich daher künftig als eine Automobilregion vorstellen:
Die drei Cluster OÖ, Stmk und Vienna Region sind in der Triple A -AAA Austrian Automotive Association vereinigt. Auch die Förderinstrumentarien dieser Bundesländer sollten in diesem Zusammenhang synchronisiert werden.

Mit dem Aufbau einer Cluster-Steuergruppe wurde bereits begonnen, in der von der niederösterreichischen Seite u.a. die Firma Magna und das Forschungszentrum Seibersdorf teilnehmen.
Landesrat Ernest Gabmann: "Niederösterreich setzt in der Wirtschaftspolitik auf einen neuen, innovativen Weg der Förderung: Im Vordergrund steht das Fitmachen von Branchen und Gruppen von Unternehmen, um die zukünftigen Herausforderungen bewältigen zu können. Wirtschaftskooperationen und Cluster sind ein Schwerpunktthema der niederösterreichischen Wirtschaftspolitik." Im Rahmen der breit angelegten Technologieoffensive des Landes sollen u.a. jene Querschnittstechnologien generiert oder weiterentwickelt werden, die möglichst vielen Clusterunternehmen zugute kommen. Daher arbeitet Eco Plus beim Aufbau von Clustern arbeitsteilig mit der Geschäftsstelle für Technologie des Amtes der NÖ Landesregierung zusammen. Eco Plus kümmert sich um das Kooperationsnetzwerk, die Geschäftsstelle um die Technologieentwicklung.

"Das gemeinsame Clustermanagement sehe ich als eine Weiterführung der bereits seit Jahren ausgezeichneten Zusammenarbeit der Bundesländer Wien und Niederösterreich", betonte Landesrat Ernest Gabmann. Bereits vor sechs Jahren wurde die erste gemeinsame Marketingaktivität der Vienna Region, der Bundesländer Wien, Niederösterreich und Burgenland gestartet. Dabei wurden wirtschaftliche Kennzahlen über die gesamte Region erhoben und die Standortvorteile in einer Broschüre dargestellt. In letzter Zeit wurde die Zusammenarbeit noch intensiviert und auch gemeinsame grenzüberschreitende Projekte Wiens und Niederösterreichs mit den Nachbarregionen der Slowakei, Tschechiens und Ungarns durchgeführt.

Landesrat Gabmann: "Wir setzen in Niederösterreich mit Technologie, Forschung und Innovation auf ein spannendes Zukunftsthema, von dem wir ein neues Wirtschafts- und Jobwachstum, eine Stärkung der wirtschaftlichen Konkurrenzfähigkeit sowie eine Steigerung der Attraktivität als Wirtschaftsstandort erwarten. Ich freue mich, dass wir dieses erfolgversprechende Projekt mit Wien gemeinsam realisieren!" (Schluss) nk

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