Cordon: Wien braucht eine Johann-Strauß-Forschungsstelle

Grüne für rasche Entscheidung in Sachen Strauß-Erbe

Wien (Grüne) - "Seit der Übergabe der Strauß-Sammlung durch den ehemaligen Kulturstadtrat an die Erben von Adele Strauß und ihrer Tochter Alice Meyszner-Strauß ist es still geworden um die Sammlung", kritisiert die Grüne Gemeinderätin, Cecile Cordon. Derzeit wird die Sammlung durch Christie´s geschätzt und dann wird wohl die Stadt Wien noch eine Gegenschätzung durchführen lassen. Inzwischen ruht die Sammlung wohlversichert noch für drei Monate in Wien. Die Erben sind daran interessiert, die Sammlung in Wien zu belassen. Aber es wird sicher auch davon abhängen, wie lange sich die Stadt Wien mit einem Angebot Zeit lässt.

Die Grünen meinen, dass die Stadt Wien die Sammlung sehr wohl in ihren Besitz zurückkaufen sollte, auch wenn die Noten des Donauwalzers ohnedies nicht in der Sammlung enthalten sind. Cordon:
"Aber es sollte nicht mit einem Rückkauf getan sein und die Sammlung im Archiv verschwinden, sondern jetzt wäre es die Aufgabe der Stadt Wien, eine Forschungsstelle einzurichten, die sich um den Nachlass von Strauß kümmert."

Die Grünen unterstützen das Anliegen von Dr. Eduard Strauß, den Obmann des "Wiener Instituts für Strauß-Forschung" in seinen Bestrebungen, durch eine Strauß-Forschung die Bedeutung von Johann Strauß Sohn und seiner Musik über den Begriff der Unterhaltungsmusik und darüber hinaus neu zu bewerten. "Johann Strauß Vater und Sohn haben mit ihrer Musik einen Teil der österreichischen Geschichte begleitet. Das soll sich nicht nur in mehr oder weniger guten Straußkonzerten niederschlagen, sondern auch in einer ernsthaften Befassung und Erforschung des Musikschaffens dieser Musikerfamilie", so die Grüne Gemeinderätin.

Es wäre doch an der Zeit, dass sich die Stadt Wien überlegt, wie ein Budget für eine fundierte Forschung erstellt werden könnte. "Außerdem wäre ein Zeichen des ernsthaften Interesses an dieser Sammlung für Wien zu signalisieren wirklich wünschenswert. Kulturstadtrat Mailath-Pokorny ist gefordert, die an dieser Sammlung interessierten Fachleute Strauß´scher Musik nicht länger im Unklaren über die Pläne der Stadt Wien zu lassen", so Cordon abschließend.

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