Zierler: Temelin ist keine innerstaatliche Angelegenheit Tschechiens

Wien, 2001-07-19 (fpd) - "Temelin ist keine "innerstaatliche Angelegenheit", die Folgen eines Störfalles machen nicht am österreichischen Grenzbalken halt. Das sollte Tschechien endlich zur Kenntnis nehmen", so heute FPÖ-Generalsekretärin Theresia Zierler zu den diesbezüglichen Aussagen von Tschechiens Außenminister Kavan.****

Die Temelin-UVP habe deutlich gezeigt, daß die Stromproduktion des AKW Temelin weder in Tschechien noch in Europa benötigt werde. Die zig Störfälle, die in den letzten Monaten bekannt geworden seien, würden außerdem die Behauptung, Temelin sei sicher, eindeutig widerlegen, so Zierler. Daher müßte Tschechien allein aus Eigeninteresse heraus die Nullvariante anpeilen statt auf einem unsinnigen Justament-Standpunkt zu beharren.

Wer der EU beitreten wolle, müsse sich auch an gewisse Spielregeln halten und gewisse Voraussetzungen erfüllen. "Ein Atomkraftwerk, das das Leben tausender Menschen bedroht und energiewirtschaftlich völlig sinnlos ist, ist für uns keine Eintrittskarte in die EU; dasselbe gilt übrigens für das Festhalten Tschechiens an den menschenrechtswidrigen Benes-Dekreten. Wenn es zu keiner akzeptablen Lösung kommt, wird es aus unserer Sicht jedenfalls zu keinem Abschluß des Energiekapitels kommen können", so Zierler abschließend. (Schluß)

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