Wien-Mitte: Strache fordert Verkehrs- und Umweltprüfung für geplantes Projekt

Die Sorgen und Rechte der Anrainer dürfen nicht länger mit Füßen getreten werden

Wien, 18.07.2001 (fpd) - "Das geplante Projekt Wien-Mitte sowie der geplante City-Tower-Vienna (PORR-Turm) lassen im derzeitigen Planungsvorhaben ein dramatisches Verkehrsfiasko und eine massive Umweltgefährdung zu Lasten der betroffenen Anrainer befürchten", berichtete der Landstraßer FPÖ-Bezirksobmann GR Heinz-Christian Strache.

"Das von Rosinak und Partner im Auftrag der Betreiber erstellte Verkehrsgutachten bestätigt die dramatischen Befürchtungen von Strache, da sogar in diesem Gutachten von rund 7.000 zusätzlichen Kraftfahrzeugen pro Tag im Bereich Bahnhof Wien-Mitte ausgegangen wird. Dieser Umstand bedeutet, dass die Stadt- und Projektverantwortlichen beim derzeitigen Projektplan eine massive Verkehrs-, Lärm- und Umweltbelastung für die Landstraßer bewusst in Kauf nehmen", so Strache. Allein diese Belastungslawine ist jedoch für die Bürger nicht tragbar und tolerierbar, stellt Strache fest.

Die heutige Flächenplanungsdimension des Gesamtprojektes Wien-Mitte samt den damit zu erwartenden täglich hohen Besucherfrequenzen ist für das historische und bereits heillos verkehrsüberlastete Wiener Stadtzentrum gänzlich ungeeignet. Wenn die zuständige Stadtregierung und gewisse Wirtschaftskammerkreise meinen, dass sie der Shopping-City-Süd mit einer Shoping-City-Wien-Mitte ernsthaft Konkurrenz machen können, dann werden sie sich auf Kosten der Bürger gewaltig irren. Das derzeit vorliegende Projekt Wien-Mitte muß daher aus diesen und vielfältig anderen Gesichtspunkten völlig neu überdacht und in Einbindung mit den betroffenen Anrainern neu ausverhandelt werden.

Der Planungsstadtrat Dr. Rudolf Schicker ist daher aufgefordert, sich seiner als ehemaliger Klubobmann der SPÖ-Bezirksratsfraktion geleisteten Unterschrift auf die im Jahr 1992 von der FPÖ-Landstraße initiierte notarielle Verpflichtungserklärung zu besinnen und der damals getroffenen Vereinbarung, welche "die Interessen der Bevölkerung besonders auf dem Gebiet einer architektonisch -künstlerischen Gestaltung, des Umweltschutzes und der Sozialver-träglichkeit mit einem 10 Punkt-Programm sicherstellen sollte", auch endlich nachzukommen. Seine damalige Unterschrift sollte Herrn Stadtrat Schicker eine moralische Verpflichtung sein.

Strache fordert daher neben dem sofortigen Baustopp auch eine umgehende Verkehrs- und Umweltprüfung für das gegenständliche Projekt, um die soziale Verträglichkeit im Interesse der Anrainer und Bezirksbewohner endlich sicherzustellen. "Die eingereichten Klagen von Anrainern sollten von den Stadtverantwortlichen endlich ernst genommen werden. Die Sorgen und Rechte der Anrainer dürfen nicht länger mit Füßen getreten werden", so Strache abschließend. (Schluß) jen

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