KFV: SEIT 3 JAHREN GIBT ES MODERNE REGELN FÜR INLINESKATER

Am 22. Juli 2001 jähren sich die rechtlichen Rahmenbedingungen für das Inline-Skaten zum dritten Mal - Grundregel: Skater dürfen fast überall fahren

Wien (KfV-Presse) - "Österreich verfügt seit der 20. StVO-Novelle über eines der modernsten europäischen Gesetze im Bereich Inline-Skaten und Rollschuhfahren," so Mag. Armin Kaltenegger, Leiter der Rechtsabteilung des Kuratorium für Verkehrssicherheit (KfV). "Dieses macht den Inlineskater und Rollschuhfahrer zu einem ‚chamäleonartigen‘ Verkehrsteilnehmer, zu dessen Revier sowohl Verkehrsflächen für Fußgänger als auch Radfahranlagen zählen. Außerdem stellt es klare, einfache und verständliche Regeln auf, welche Verhaltensregeln vom Inline-Skater einzuhalten sind und wie alt die Benützer dieser Trendsportgeräte sein müssen," erläutert Mag. Kaltenegger.

Fahren im Fußgängerbereich:

Inline-Skaten und Rollschuhfahren ist auf Gehsteigen, Gehwegen und Schutzwegen erlaubt. Fahrbahnen (ausgenommen Radfahranlagen) dürfen nur zum Überqueren befahren werden. Lediglich in Wohnstraßen und Fußgängerzonen darf auch die Fahrbahn - ohne mutwillige Behinderung des erlaubten Fahrzeugverkehrs - benützt werden. Durch Verordnung der Gemeinde können weitere Verkehrsflächen - sogenannte Rollschuhstraßen - für Inline-Skater freigegeben werden. Um ein gefahrloses Nebeneinander der Straßenbenützer zu ermöglichen, hat der Skater seine Geschwindigkeit an den Fußgängerverkehr anzupassen. Das bedeutet, daß mit zunehmender Fußgängerdichte auf der betreffenden Verkehrsfläche eine geringere Geschwindigkeit zu wählen ist - sehr oft ist das Schrittgeschwindigkeit! Ansonsten hat der Skater auf den Verkehrswegen der Fußgänger jene Regeln einzuhalten, die auch für Fußgänger gelten (kein überraschendes Betreten der Fahrbahn, Überqueren der Fahrbahn auf kürzestem Wege usw.).

Der Inlineskater im Radfahrbereich:

Das Skaten ist auf allen Radfahranlagen - das sind Radwege, gemeinsame Geh- und Radwege, Radfahrstreifen, Mehrzweckstreifen und Radfahrerüberfahrten - gestattet. Verboten ist nur die Benützung von Radfahr- und Mehrzweckstreifen außerhalb des Ortsgebiets. Dabei hat der Skater die für Radfahrer geltenden Verhaltensvorschriften einzuhalten, so zum Beispiel:

  • Einhaltung der vorgeschriebenen Fahrtrichtung
  • Rechtsfahrgebot
  • Vorrangregeln
  • Höchstgeschwindigkeit auf Radfahrerüberfahrten 10 km/h
  • Alkohollimit 0,8 ‰

Eine Benützungspflicht der Radfahranlagen besteht für Skater - im Gegensatz zu Radfahrern - jedoch nicht!

Altersgrenzen:

Auch das Mindestalter für die Teilnahme am Straßenverkehr mit Rollschuhen ist klar geregelt. Auf Straßen mit öffentlichem Verkehr dürfen Kinder unter zwölf Jahren nur mit einer Aufsichtsperson, die das 16. Lebensjahr vollendet hat, fahren. Ist das Kind jedoch Besitzer eines Radfahrausweises, darf es schon ab dem zehnten Lebensjahr ohne eine solche Aufsichtsperson unterwegs sein. In Wohnstraßen ist eine Aufsichtsperson nicht erforderlich.

Verstärkte Bewußtseinsbildung

Um das Bewußtsein für neuartige Sportgeräte und den richtigen Umgang damit zu schaffen, hat das KfV einen neuen Folder "Trendsportarten im Verkehr" produziert, der sich an Kinder und deren Eltern richtet. Dieser behandelt neben Inlineskates auch andere Trendsportgeräte wie Micro-Scooter, Skate- Snake- oder Kickboard und erklärt, wo man mit den verschiedenen Geräten fahren darf, wie man sich gegenüber anderen Verkehrsteilnehmern verhält und ab welchem Alter man ohne Aufsicht unterwegs sein darf. Außerdem wird die benötigte Schutzausrüstung aufgezeigt. Der Folder kann beim KfV unter der Tel.-Nr.: 01 717 70 DW 233 oder 161 bzw. in den jeweiligen KfV-Landesstellen oder per Email: pr@kfv.at bestellt werden. (Schluß)

Rückfragen & Kontakt:

Pressestelle
Mag.Tamara Blaschek
Tel.: (01) 71 770/161Kuratorium für Verkehrssicherheit

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