ÖGJ fordert faire Preise beim Führerschein für die Jugendlichen

Keine Hetzkampagne gegen die Fahrschulen

Wien (ÖGJ). "Den Vorwurf, wir würden eine Hetzkampagne gegen die Fahrschulen betreiben und Falschmeldungen verbreiten, weisen wir auf das schärfste zurück. Was wir fordern, sind faire Preise beim Führerschein für die Jugendlichen," weist Stefan Maderner, Bundessekretär der Österreichischen Gewerkschaftsjugend, die Angriffe des Fachverbandes der Fahrschulen zurück. Maderner fordert stattdessen die verstärkte Kontrolle der Preisauszeichnungpflicht bei den einzelnen Fahrschulen und ersucht den Fachverband - zum wiederholten Mal - zu erklären, weshalb es zwischen den einzelnen Fahrschulen in den vergangenen zwei Jahren zu derart unterschiedlichen Preissteigerungen gekommen ist.++++

"Als Jugendorganisation sind uns naturgemäß die Interessen der Jugendlichen ein Anliegen. Der Fachverband darf sich nicht wundern, wenn wir ihn mit der Frage konfrontieren, warum es beim Führerschein B innerhalb Österreichs einen Preisunterschied von 8.400 Schilling gibt. Dies ist immerhin soviel, wie die Lehrlingsentschädigung im dritten Lehrjahr im Schnitt ausmacht", meint Maderner. Auf die Frage, weshalb es innerhalb der letzten zwei Jahre zwischen den Fahrschulen zu derart unterschiedlichen Preiserhöhungen gekommen sei, hätte der Fachverband bislang überhaupt nicht reagiert. Maderner: "In Klagenfurt sind die Kosten für den Führerschein von 1998 auf 2000 im Schnitt um 100 Schilling angestiegen, in Salzburg-Land dagegen um 1.800 Schilling. Erklärung gab es dazu bislang keine."

Möglichkeit der bundesweiten Antrittsmöglichkeit zur Fahrprüfung

Den Jugendlichen sollte es zudem ermöglicht werden, überall in Österreich ihre Führerscheinprüfung ablegen zu können, ohne dafür zuvor eine Reihe an komplizierten Behördenwegen machen zu müssen, fordert der ÖGJ-Sekretär. "Pass und Personalausweis können an jedem Ort Österreichs und nicht nur am Wohnsitz beantragt werden. Warum ist das nicht auch in Sachen Führerschein möglich?", kritisiert Maderner.

Verstärkte Kontrolle der Preisauszeichnung

Verwundert zeigt sich der ÖGJ-Sekretär darüber, dass der Fachverband selbst keine Preisvergleiche zwischen den Fahrschulen durchführt. Der Fachverband sollte auch verstärkt für Kontrollen bei der Preisauszeichnungspflicht eintreten. "Es ist gut, dass die Fahrschulen dazu verpflichtet sind, ihre Preise auszuhängen. Aber die Einhaltung dieser Pflicht gehört auch kontrolliert", meint Maderner. Den künftigen FahrschülerInnen rät er: "Nicht zur nächstbesten Fahrschule gehen, sondern bei verschiedenen Fahrschulen die Preise einholen und genau vergleichen, bevor man sich für eine der Fahrschulen entscheidet." (mfr)

ÖGB, 17. Juli 2001
Nr. 630

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