Zierler erteilt Mazal-Vorschlag Absage

Wien, 2001-07-17 (fpd) - "Frauen sind gegenüber Männern - Stichwort "gleicher Lohn für gleichwertige Arbeit" oder Aufstiegschancen - noch immer benachteiligt. Hier von Privilegien zu sprechen ist ziemlich vermessen. Das Ziel ist, sukzessive durch Verbesserungen die Frauen den Männern in ihren Chancen gleichzustellen, nicht die Frauen untereinander gleichzustellen und somit in Summe schlechter als die Männer", so heute FPÖ-Generalsekretärin Theresia Zierler zum Vorschlag von Arbeits- und Sozialrechtler Wolfgang Mazal, das Pensionsantrittsalter für kinderlose Frauen anzuheben. ****

"Solange die Gleichbehandlung nicht in allen Lebensbereichen, z.B. bei Löhnen, Gehältern oder der fairen Aufteilung der Arbeiten im Haushalt, sichergestellt ist, brauchen wir über eine Verschlechterung der Situation von Frauen gar nicht zu reden; weil dem noch nicht so ist, ist auch die jetzige Regelung bis 2018 festgeschrieben. Erst wenn puncto Doppelbelastung, Gehälter etc. auch die Gleichbehandlung hergestellt ist, kann man über gleiches Pensionsantrittsalter für Männer und Frauen reden. Es kann nicht sein, daß, wenn es um Verschlechterung geht, die Frauen die ersten sind an die man denkt", so Zierler

Der richtige Weg müsse es daher sein, durch Verbesserungen für beide Gruppen von Frauen Chancengleichheit in Bezug auf die Chancen, die Männern offen stehen, zu erreichen. "Mit dem Kindergeld und der pensionsbegründenden Anrechnung von Kindererziehungszeiten haben wir für eine pensionsrechtliche Besserstellung von Frauen mit Kindern gesorgt und begonnen, das Zwei-Klassen-System aufzubrechen. Wir werden jetzt nicht auf punktuelle Zurufe reagieren, ein neues Zwei-Klassen-System erschaffen und damit einzelne Gruppen deutlich schlechter stellen", so Zierler abschließend. (Schluß)

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