Sima: Molteres Plan für Wasserwirtschaft bringt nur Nachteile für die Konsumenten

"Sinkende Wasser-Qualität und höhere Preise à la Frankreich und England"

Wien (SK) "Nur Nachteile für die Konsumenten" bringt nach Ansicht von SPÖ-Umweltsprecherin Ulli Sima der gestern präsentierte Plan von Minister Molterer zur Reform der heimischen Wasserwirtschaft. "Sinkende Wasser-Qualität und dazu höhere Preise werden die Folgen der angepeilten Zerschlagung der österreichischen Wasserwirtschaft sein", so Sima am Dienstag gegenüber dem SPÖ-Pressedienst. ****

Geht es nach der gestern präsentierten PriceWaterhouseCoopers-Studie (PWC) solle die österreichische kleinstrukturierte Wasserversorgung künftig in große Einheiten zusammengefasst und in der Folge privatisiert werden. Es sollen rund zehn regionale Wassermonopole für Trink- und Abwasser geschaffen werden. "Ein Blick nach Frankreich oder England zeigt klar, welch fatale Auswirkungen eine Privatisierung der Wasserwirtschaft mit sich bringen wird", sagte Sima. "Private Versorger machen sich in erster Linie Gedanken um ihre Profite und vernachlässigen dabei notwendige Investitionen in die Infrastruktur. So kam es etwa in Großbritannien mehrfach zu einem Zusammenbruch der Wasserversorgung in den Sommermonaten", warnt Sima.

Die Privatisierung habe in den erwähnten Ländern nicht zu mehr Wettbewerb geführt und das Trinkwasser damit auch nicht billiger gemacht, so wie es die PWC-Studie für Österreich verspricht: "Ganz im Gegenteil. Die Gebühren sind in England um rund vier Prozent gestiegen!" Laut der PWC-Studie sollten die Wasserkosten bei gleichzeitigem Rückgang der öffentlichen Subventionen sinken: "Diese Annahme beruht jedoch auf Einzelbeispielen, wobei die Stromliberalisierung als Vorbild diente. Doch dieser Vergleich ist unzulässig, da es sich bei der Wasserversorgung stets um Monopole handelt, die sich eben künftig nicht mehr in staatlicher sondern in privater Hand befinden werden", erläutert Sima.

"Mit seinen Vorhaben zur Zerschlagung der österreichischen Wasserwirtschaft zeigt Molterer sein wahres Gesicht, sein langjähriger Ruf nach dem Schutz des heimischen Wassers entlarvt sich als billiger Ökoschmäh", kritisiert die Abgeordnete. "Angesichts der Konsequenzen der Molterer-Pläne ist endlich klar, warum der Minister die Studie monatelang unter Verschluss gehalten hat", so Sima abschließend. (Schluss) wf/mp

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