AK: Keine Privatisierungs-Experimente bei der Wasserversorgung

Internationale Beispiele zeigen: Privatisierung führt zu höheren Preisen und weniger Qualität

Wien (AK) - "Diese Studie ist der Startschuss für die Privatisierung der Wasserversorgung in Österreich", kritisiert die AK

Wien (AK) - "Diese Studie ist der Startschuss für die Privatisierung der Wasserversorgung in Österreich", kritisiert die AK die vom Umwelt- und Landwirtschaftsminister vorgestellte Studie zur Neuorganisation der Siedlungswasserwirtschaft. Als "unrealistisch und reine Hausnummer" bezeichnet die AK Berechnungen, wonach größere Einheiten und die Privatisierung der Wasserversorgung, bei gleicher Qualität, zu einer Kostenverringerung von einem Drittel führen werden. "Das Ziel der Studie und vor allem des Auftraggebers ist klar", sagen die AK-Umweltexperten, "öffentliche Monopole sollen durch gewinnträchtige private Monopole ersetzt werden." Internationale Erfahrungen zeigen: In Frankreich und Großbritannien, den Paradeländern der Wasserprivatisierung, sind nach der Privatisierung die Preise für die Konsumenten gestiegen, die Qualität ist gesunken. Daher ist die AK strikte gegen Privatisierungs-Experimente bei der Wasserversorgung in Österreich. ****

Die vorgestellte Studie behauptet, dass die Zusammenlegung zu großen Einheiten und die Privatisierung der Wasserversorgung und Abwasserentsorgung zu einer Verringerung der Investitions- und Betriebskosten um ein Drittel führen werden. Das würde bei gleicher Versorgungsqualität zu sinkenden Wasserpreisen führen. "Diese Annahme ist völlig unrealistisch", kritisiert die AK, "internationale Beispiele zeigen das Gegenteil." In Großbritannien und Frankreich müssen die Konsumenten seit der Privatisierung der Wasserversorgung mehr fürs Wasser zahlen. In beiden Ländern ist die Qualität der Trinkwasserversorgung und der Abwasserentsorgung aber deutlich schlechter als in Österreich. Steigende Wasserpreise und weniger Qualiät wären auch für die österreichischen Konsumenten die Folgen einer Privatisierung der Wasserversorgung, warnt die AK. Daher fordert die AK im Interesse der Konsumenten: Keine Privatisierungs-Experimente bei der Wasserversorgung.

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