ARBÖ: Stauchaos auf Tauernautobahn und Grenzstelle Thörl-Maglern vorprogrammiert

Ferienbeginn in vier deutschen Bundesländern und Werksferien und Grenzkontrollen in Italien sorgen für zusätzlichen Stau

Wien (ARBÖ) - "Stau mal wieder" - wird auch dieses Wochenende das Motto auf Transitrouten in Österreich lauten, ist man sich beim ARBÖ-Informationsdienst sicher. Der Spitzenreiter in der Stauhitparade wird sicherlich wie so oft der Tauerntunnel auf der A10, Tauernautobahn sein. Bereits in den frühen Morgenstunden des Samstags sollten Autofahrer vor dem Nordportal mit Blockabfertigung und kilometerlangen Staus rechnen. Ein weiterer neuralgischer Staupunkt auf dem Weg wird auch an diesem Wochenende der Autobahngrenzübergang Thörl-Maglern nach Italien sein.

Verstärkt wird die Situation zusätzlich, da in den deutschen Bundesländern Hessen, Hamburg, Mecklenburg-Vorpommern und Schleswig-Holstein beginnen die Ferien. Auch die Arbeiter in den Ford-Werken in Köln sowie die Opel-Mitarbeiter in Werken Rüsselsheim, Bochum und Eisenach können sich über Werksferien freuen.

Stauzone - Grenzübergänge nach Italien

Grund für stundenlange Wartezeiten und kilometerlange Rückstaus auf der A2, Südautobahn, sind die strengen Kontrollen an den italienischen Grenzen. Die Carabinieri werden bis einschließlich Sonntag, 22. Juli 2001, an allen Grenzübergängen Italiens, Personenkontrollen durchführen. Grund dafür ist die Außerkraftsetzung des Schengen-Abkommens wegen des vom 20. bis zum 22. Juli 2001 stattfindenden G8-Gipfel in Genua.

Auch die A13, Brennerautobahn, wird von der Verkehrslawine und den damit verbundenen Staus nicht verschont werden. Nadelöhr und Anziehungspunkt für Staus ist erfahrungsgemäß die Mautstelle in Schönberg. Auch vor dem Grenzübergang am Brenner sind an diesem Samstag Staus und längere Wartzeiten einzukalkulieren. Auf dem weiteren Weg in den Süden wird sich auf der A22., Brennerautobahn, die Mautstelle bei Sterzing als Hindernis für eine freie Fahrt herausstellen.

Ausweichrouten Richtung Süden - siehe ARBÖ OTS-Grafik 0061-0107

Alle die den Staus vor dem Tauerntunnel und dem Grenzübergang Thörl-Maglern "entkommen" wollen, bietet der ARBÖ ein besonders Service. Die Verkehrsexperten des Informationsdienstes haben eine Grafik mit möglichen Ausweichrouten der beiden "Staufallen" (OTS-Grafik 0061-0107) erstellt.

Eine Möglichkeit den Stau vor dem Tauerntunnel auszuweichen, ist die Strecke über die A10-Autobahnausfahrt Bischofshofen und die ÖBB-Tauernschleuse Böckstein-Mallnitz auszuweichen. Von dort geht es dann auf der Drautal Bundesstraße und Oberdrauburg und den Plöckenpass weiter bis Tolmezzo. Diese Ausweichroute ist allerdings nur für Pkw-Lenker möglich. Da auf der ÖBB-Tauernschleuse nur Pkw mit Anhänger bis zu einem Gesamtgewicht von 3,5 Tonnen transportiert werden. Wohnmobile sind ebenso wie Wohnwagengespannen und einspurige KFZ von der Beförderung ausgeschlossen.

Eine zweite Möglichkeit dem Stau vor dem Grenzübergang Thörl-Maglern auszweichen bietet die Route über die Autobahnausfahrt Paternion auf der A10 und St. Stefan über die Gailtal Bundesstraße bis Tröpolach. Von dort kann man dann über das Naßfeld in Richtung Pontebba weiterfahren. Allerdings ist diese Ausweichroute für Campingurlauber nicht geeignet, da die Verbinung Paternion-St. Stefan für Wohnwagengespanne gesperrt ist.

Eine weitere Möglichkeit dem Stau vor der Grenze Thörl-Maglern auszuweichen bietet die Strecke über den Wurzenpass Richtung Grenze Ratece und weiter nach Tarvis.

Wer großräumig ausweichen möchte, sollte über den Grenzübergang Spiefeld in Richtung Slowenien fahren. Auf slowenischer Seite geht des dann über Maribor, Ljubljana in Richtung italienischer Grenze bei Triest. Reisende durch Slowenien sollten allerdings beachten, dass bei der Einreise ein gültiger Reisepass erforderlich ist und dass außerhalb von Ortschaften auch tagsüber das Abblendlicht einzuschalten ist.

Eine Variante den Stau vor dem Tauerntunnel lokal zu umfahren, bietet die Möglichkeit über die B99, Katschberg Bundesstraße, zwischen Eben und St. Michael auszweichen. Allerdings ist auch diese Strecke für Wohnwagengespanne gesperrt.

Gut geplant ist halb gewonnen. Bevor es los geht sollte man sich über die aktuelle Verkehrslage informieren. Telefonisch können die Informationen täglich in der Zeit von 5.30 bis 22.30 Uhr unter der Wiener Nummer 891-21-7 DW abgefragt werden. ORF-Teletext-Leser können sich auf der Seite 431 informieren. Internet-Usern erhalten diese Infos unter www.arboe.at bzw. www.verkehrsline.at zu empfehlen.

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