Dirnberger: Trotz neuer Gebühr immer mehr Besuche in Spitalsambulanzen

Haupt und Waneck müssen endlich für mehr Kassenvertragsärzte sorgen

Wien (OTS) - "Die Bundesregierung soll endlich der Aufforderung
des NÖ-Landtages zur Verbesserung der ärztlichen Versorgung der Bevölkerung durch Abschaffung des § 343 ASVG nachkommen. Wer die Ambulanzgebühr einführt, muss für mehr niedergelassene Ärzte mit Kassenvertrag sorgen. Dabei sind die verantwortlichen Regierungsmitglieder Haupt und Waneck säumig," kritisiert heute AK-Vizepräsident Alfred Dirnberger (ÖAAB-FCG-Fraktion) die Gesundheitspolitik der Regierung. Der NÖ-Landtag hatte auf Initiative Dirnbergers im vergangenen April einen diesbezüglichen Beschluss zur Aufforderung der Bundesregierung auf Streichung des § 343 ASVG gefasst.

Der § 343 ASVG regelt, dass die Krankenkassen nur dann mit einem Arzt einen Vertrag abschließen dürfen, wenn die Ärztekammer dem zustimmt. Um sich unliebsame Konkurrenz vom Hals zu halten, sind die Funktionäre der Ärztekammern dabei aber äußerst restriktiv. "Dieses Verhalten bedeutet für die Patienten monatelanges Warten auf einen Termin und stundenlanges Sitzen im Wartezimmer. Eine weitere Auswirkung ist, dass die Patienten - mangels genügend zur Verfügung stehender Fachärzte - immer noch die Spitalsambulanzen stürmen", betont Dirnberger und verweist auf diesbezügliche Meldungen der Gesundheitslandesräte Aichinger (ÖVP-OÖ) und Haidinger (ÖVP-Salzburg), die von einer Zunahme der Ambulanzbesuche berichten.

Waneck und Haupt haben immer bestritten, dass die Ambulanzgebühr eine reine Geldbeschaffungsaktion ist, sie solle vielmehr einen Lenkungseffekt haben. Wenn die beiden das wirklich meinen, müssen sie jetzt endlich den ersten Schritt setzen und für mehr Kassenvertragsärzte sorgen", fordert Dirnberger die beiden freiheitlichen Regierungsmitglieder zum Handeln auf.

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