Schmerzfrei heilen - "Madige" Biochirurgie heilt chronische Wunden

Wien (OTS) - Madenfraß wird allgemein mit Fäulnis, Verwesung und Tod assoziiert und die Maden selbst erzeugen bei vielen Menschen enormen Ekel. Dennoch können Maden in der Wundheilung von großem therapeutischen Nutzen sein. In jüngster Zeit ist die gezielte Behandlung chronischer Wunden mit steril aufgezogenen, lebenden Fliegenmaden wieder in aller Munde, zumal die "klassischen" Behandlungsmethoden oft an enge Grenzen stoßen oder ohne dauerhaften Erfolg bleiben.

Biobags: Praktisch und einfach anzuwenden

Inzwischen setzen sich die so genannten Biobags mehr und mehr durch. Dabei handelt es sich um eine einfach handhabbare Methode der Wundauflage, bei der die Maden in semitransparente oder nichttransparente, sofort einsetzbare Wundauflagen eingeschlossen sind und sich in der Wunde nicht frei bewegen können. Obwohl die Larven bei diesem Verfahren keinen Kontakt mit dem Wundgrund haben, scheiden sie ihr Sekret ab. Dieses gelangt ungehindert durch das Gaze-Material des Biobags in das Wundmilieu und löst dort die Nekrosen auf. Die so entstehende "Nahrungsflüssigkeit" nehmen die Larven auf umgekehrtem Wege durch die Gaze hindurch auf.

Der Vorteil dieser weiterentwickelten Behandlungsmethode liegt auf der Hand: Die Patienten verlieren weitgehend die eventuell vorhandene Abneigung gegen eine Maden-Therapie und die Behandlung kann mit den sofort einsetzbaren Biobags unmittelbar vorgenommen werden.

Quelle: Wissenschaftliches Symposium "Therapie chronischer Wunden mit steril aufgezogenen Maden", Tremsbüttel, Der Kassenarzt, Hilmar Bierl

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