ÖGB-Bachner: Pröll verdreht die Realität

Regierung ist für Zuspitzung der politischen Lage verantwortlich

Wien (ÖGB). Eine völlige Verdrehung der Realität wirft die Leitende Sekretärin des ÖGB, Roswitha Bachner, den niederösterreichischen Landeshauptmann und ÖVP-Vize, Erwin Pröll vor. Bachner: "Es ist die Regierung die Österreich in eine soziale Schieflage gebracht hat und es ist nur die Regierung die sich in Sachen Demokratie auf einen gefährlichen Weg begeben hat."++++

Es bleibe dem Herrn Landeshauptmann unbenommen, dass er "mit
seiner Regierung" hoch zufrieden ist. Dass der ÖGB und seine Gewerkschaften die Arbeit der Regierung anders beurteilen, "wird er als Demokrat wohl zur Kenntnis nehmen", hofft die Leitende Sekretärin des ÖGB und stellt weiters klar: "Da die Beschlüsse des ÖGB einstimmig, also auch mit den Stimmen der freiheitlichen und christlichen GewerkschafterInnen, getroffen wurden, ist es mehr als gewagt, wenn Pröll vom ÖGB als ‚Sperrspitze der Sozialistischen Partei’ spricht."

Die ständige Verdrehung der Realitäten sei, so die Leitende Sekretärin des ÖGB, die direkte Folge der zunehmenden Nervosität zahlreicher Regierungspolitiker. Bachner: "Die 50.000 Menschen bei der ÖGB-Demo haben sich nicht nur mit Hans Sallmutter solidarisiert. Sie haben zum Ausdruck gebracht, dass dieses Land durch die Politik der Regierung auf einem gefährlichen Weg ist. Wir werden nicht zulassen, dass die Regierung die Opfer plötzlich zu den Tätern macht. Der ÖGB hat sich der Demokratie in diesem Land verpflichtet und wird sie konsequent verteidigen."(ff)

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