FORMAT: Reblaus vor Rückkehr in heimische Weingärten

In der Südoststeiermark sind bereits Betriebe betroffen; Experten wollen nun über Einsatz von Insektiziden entscheiden

Wien (OTS) - Die Reblaus, die seit Jahrzehnten als beinahe ausgestorben galt, bedroht wieder die heimischen Weingärten, berichtet das Nachrichtenmagazin FORMAT in seiner am Montag erscheinenden Ausgabe.

In der Region Südoststeiermark ist der Befall durch den Schädling bereits deutlich an einzelnen Rebstöcken sichtbar. "Wenn jetzt nicht rasch etwas unternommen wird", sagt der renommierte Winzer Albert Neumeister aus Straden gegenüber FORMAT, "kann das innerhalb von zwei bis drei Jahren zur Katastrophe führen."

Über die Ursachen des verstärkten Schädlingsaufkommens gibt es mehrere Mutmaßungen. Der Experte Karl Bauer von der Kremser Weinbauschule macht den Klimawandel für die drohende Plage mitverantwortlich: "Durch die steigenden Temperaturen im Winter ist der Boden nicht mehr so tief gefroren. Dadurch können mehr Insekten überleben als früher."

Werner Luttenberger, Leiter der Weinbauabteilung der steirischen Landwirtschaftskammer, nennt auch eine Bio-Invasion als mögliche Ursache: "In Deutschland gibt es schon seit fünf Jahren größere Probleme. Es hat den Anschein, als würden die Rebläuse von dort zu uns gelangen."

Nun werden laut FORMAT-Informationen Bekämpfungsmaßnahmen erwogen. Mittwoch dieser Woche wollen Experten des Landwirtschaftsministeriums gemeinsam mit den betroffenen Winzern die Schäden begutachten und danach über den Einsatz von derzeit verbotenen Insektiziden entscheiden.

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