"profil": Anwalt Fries will ÖIAG-Anteil an Böhler-Uddeholmübernehmen

Verkauf vor 2003 möglich - britische CVC-Gruppe aus dem Rennen

Wien (OTS) - Wie das Nachrichtenmagazin "profil" in seiner Montag erscheinenden Ausgabe berichtet, könnte der börsenotierte Edelstahlkonzern Böhler-Uddeholm (BU) entgegen früherer Dementis demnächst doch einen neuen Hauptaktionär bekommen.

Eine Investorengruppe um den Badener Wirtschaftsanwalt Rudolf Fries, die seit Anfang Mai 2001 mit etwas mehr als fünf Prozent an Böhler-Uddeholm beteiligt ist, bereitet sich, wie "profil" berichtet, auf den Aufbau eines größeren BU-Aktienpakets, möglicherweise die Übernahme des gesamten ÖIAG-Pakets vor. Fries gegenüber "profil":
"Die ÖIAG hat uns zu verstehen gegeben, dass mit uns geredet wird, bevor man sich von Böhler-Aktien trennt."

Der Gruppe gehören neben Fries auch Spitz-Fruchtsäfte-Erbe Walter Scherb, der Linzer Unternehmer und ehemalige Carrera-Optyl-Manager Ernst Hable sowie Karl Petrikovics, Vorstandschef der Wiener Constantia Privatbank, an. Hable: "Wir haben immer gesagt, dass wir uns nicht kurzfristig engagieren wollen, sondern langfristig planen. Wenn die ÖIAG verkaufen will, unterstelle ich stillschweigend, dass man mit uns reden wird."

Laut Regierungsübereinkommen soll die Verstaatlichen-Holding ÖIAG, mit 25% größter Einzelaktionär von BU, ihre Aktien zwar bis Ablauf der Legislaturperiode im Jahre 2003 behalten. Wie ÖIAG-Aufsichtsratspräsident Alfred Heinzel jüngst gegenüber "profil" erklärte, könnte der BU-Verkauf allerdings unter gewissen Voraussetzungen, darunter ein angemessener Verkaufpreis, auch vorgezogen werden.

Endgültig vom Tisch dürfte dagegen das kolportierte Offert der britischen Investmentgruppe CVC Capital Partners sein. CVC-Manager Christian Wildmoser zu "profil": "Das ist völliger Unfug. Es gibt von unserer Seite kein Angebot für Böhler und es wird auch keines geben."

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"profil"-Redaktion

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