Österreichische Bundesforste AG:Verkauf von Autal und Pölsen genehmigt

Wien (OTS) - Hauptausschuss des Nationalrats genehmigt Verkauf
der beiden steirischen Reviere an österreichische H.M.Z. Liegenschaftserwerbs-, Verwaltungs- und Handels-GesmbH - Richtige Vorgangsweise der ÖBf vor Verkauf und im Verkaufsverfahren damit bestätigt.

Der Hauptausschuss des Nationalrats hat die Entscheidung der Österreichischen Bundesforste AG, die Reviere Pölsen und Autal in der Steiermark an die H.M.Z. Liegenschaftserwerbs-, Verwaltungs- und Handels-GesmbH zu verkaufen, bestätigt und somit den Verkauf endgültig fixiert. Ermittelt wurde der Käufer der beiden insgesamt 4.200 Hektar umfassenden Liegenschaften aufgrund eines für jedermann transparenten und öffentlichen Ausschreibungsverfahrens. Die H.M.Z. Liegenschaftserwerbs-, Verwaltungs- und Handels-GesmbH legte nicht nur das finanzielle Höchstgebot für "Autal und Pölsen", sondern bot zur Förderung der Region auch ein überregionales Tourismuskonzept an.

Diese Zustimmung des Hauptausschusses des Nationalrats, die am 12. Juli erfolgte, bedeutet für die Österreichischen Bundesforste AG mehr als nur die Genehmigung der Transaktion selbst. "Damit wurde auch die richtige Vorgangsweise der ÖBf vor dem Verkauf und im Verkaufsverfahren selbst bestätigt. Dies betrifft die von den ÖBf mit den Erben der ehemaligen jüdischen Eigentümer vereinbarte Entschädigung für das Gut Pölsen und die Entscheidungskriterien für den Zuschlag an den Käufer", betont Dr. Thomas Uher, Vorstand der ÖBf AG und zuständig für den Immobilienbereich.

Da es sich beim Revier Pölsen um ehemals jüdisches Vermögen handelt, wurde mit den Erben der ursprünglichen Eigentümer schon im Vorfeld der Veräußerung ein Vergleich abgeschlossen, der einerseits die Interessen der Erben und die moralische Verpflichtung der Österreichischen Bundesforste berücksichtigt sowie andererseits Rechtssicherheit schafft.

Um sicher zu gehen, dass die aktuellen, zum Verkauf angebotenen Liegenschaften der ÖBf nicht mit Ansprüchen aus dem Titel der Arisierung belastet sind, wurden diese einer entsprechenden Prüfung unterzogen. Die Bundesforste gehen derzeit davon aus, dass alle zum Verkauf ausgewählten Liegenschaften in diesem Zusammenhang "unbelastet" sind. Dennoch wird jede einzelne Liegenschaft anlässlich eines tatsächlichen Verkaufes noch einmal genau hinsichtlich dieses Sach-verhalts geprüft werden.

Weiters wurde zur Umsetzung des Washingtoner Abkommens bereits im Frühjahr 2001 ein Mitarbeiter der ÖBf AG exklusiv zum Beauftragten für die Prüfung allfälliger "arisierter" im Besitz der Bundesforste befindlicher Liegenschaften bestellt. Diese Erhebung soll bis Jahresende 2001 abgeschlossen sein.

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Erwin Klissenbauer
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