66 Tonnen Feuerwerkskörper - mögliche Gefahr am Nordbahnhof

Riesige Menge Knallkörper in nicht geeigneter Halle gelagert -Einsatz von Polizei und Sofortmaßnahmen

Wien, (OTS) 66 Tonnen Feuerwerkskörper in einer dafür nicht geeigneten Lagerhalle am Nordbahnhof; Unbekannte - vielleicht spielende Kinder oder Jugendliche -, die die Halle aufbrachen; eine Anzeige der Speditionsfirma, der die Halle gehört, bei der Polizei; und das darauf folgende Entdecken der brandgefährlichen und verbotenen Lagerung von riesigen Mengen an Knallkörpern: Das führte Freitagmittag zu einem größeren Einsatz der Polizei und der Stadt Wien mit der Magistratsdirektion/Sofortmaßnahmen am Nordbahnhofgelände. Das Ergebnis: der Inhaber der Speditionsfirma wird versuchen, die Feuerwerkskörper, die in Österreich gar nicht zugelassen sind und die nach seinen Angaben von einer anderen Firma "übrig geblieben" sind, in den nächsten Tagen via ÖBB nach China zurückspedieren. Sollte dies nicht gelingen, müssen sie auf seine Kosten fachgerecht und unter Assistenz des Bundesheeres in Großmittel entsorgt werden.

Im ersten Moment scheint es ja nicht besonders gefährlich -Feuerwerkskörper, die in einer Halle lagern, das gibt’s doch anderswo auch. Die besondere Gefahr entsteht aber durch die ungeheure Menge von 66 Tonnen explosionsgefährlicher Stoffe. Noch dazu ist die Halle der Spedition für Lagerungen von Feuerwerkskörpern überhaupt nicht geeignet. Die möglichen Folgen, wenn was passiert: Die Halle könnte samt den umliegenden Gebäuden in die Luft fliegen.

Die 66 Tonnen Knallkörper am Nordbahnhofgelände wurden, so der Speditionsinhaber, von einer Firma eingelagert, stammen aus China, sollten nach Hamburg geliefert werden, wurden aber nie mehr abgeholt und sind sozusagen übrig geblieben. Die Feuerwerksartikel wären auch - immer vorausgesetzt, es passiert nichts - weiterhin unerlaubt, doch unbemerkt am Nordbahnhof gestapelt geblieben.

Irgendjemand brach jedoch die Lagerhalle der Spedition auf. Die Spedition erstattete daraufhin Anzeige bei der Polizei; diese kam -und registrierte die großen Mengen explosionsgefährlicher Stoffe. Das Magistratische Bezirksamt wurde verständigt und dieses wiederum informierte die Magistratsdirektion-Krisenmanagement und Sofortmaßnahmen MDKS. Bei einem Lokalaugenschein heute Freitag wurde die Lagerhalle als erste Maßnahme stromlos gemacht, versiegelt und auf Kosten der Spedition eine Bewachungsfirma engagiert, um unbefugtes Eindringen zu verhindern bzw. bei möglichen Gefahren sofort zu reagieren. Um die 66 Tonnen der in Österreich nicht zugelassenen Feuerwerksartikel zu entsorgen, wollte die MDKS versuchen, die Knaller mit Hilfe des Bundesheeres in Großmittel zu vernichten. Der Speditionsinhaber wird nun jedoch versuchen, die Feuerwerkskörper mit Containern und der ÖBB nach China zurückzusenden; sollte dies nicht möglich sein, wird die MDKS wie ursprünglich geplant das Bundesheer um Assistenz bei der Entsorgung ersuchen. (Schluss) hrs

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