Waneck holt weißrussische Kinder zur Krebstherapie nach Wien

Noch immer Spätfolgen von Tschernobyl

Minsk, (BMSG) - Anlässlich seines gestrigen Besuches in der weißrussischen Hauptstadt Minsk, hat FP-Staatssekretär Univ. Prof. Dr. Reinhart Waneck 20 Kinder, die aufgrund der Reaktorkatastrophe in Tschernobyl an Krebs erkrankt sind, zur Therapie nach Österreich eingeladen. Die betroffenen Kinder werden im Herbst auf Spitäler in Wien und Kärnten aufgeteilt. *****

Insgesamt leiden in Weißrussland 1050 Kinder an Schilddrüsenkrebs, der eine der Spätfolgen der Reaktorkatastrophe in Tschernobyl darstellt. Waneck konnte sich bei seinem Treffen mit dem Weißrussischen Gesundheitsminister Igor Zelenkevitch ein Bild der, vor allem für Kinder, schlechten medizinischen Versorgungslage machen. "Österreich hilft den Strahlenopfern, indem wir sie zu Behandlungen zu uns holen, die vor Ort nicht oder nur schwer durchführbar sind", erklärte Waneck. So werden jene 20 Kinder, die im Herbst nach Wien und Kärnten kommen eine Radium-Jod-Therapie erhalten. "Glücklicherweise ist es möglich diese Krankheit im Kindes-und Jugendlichenalter mit einer geeigneten Therapie zur Ausheilung zu bringen. Dies bedeutet jedoch, dass man die Behandlung auch tatsächlich durchführen muss, was wir in Österreich auch machen werden", betonte Waneck.

Diese Hilfsaktion findet im Rahmen eines gemeinsamen EU-Programmes statt. Österreich beteiligt sich heuer bereits zum zweiten Mal an einer derartigen Aktion, die Kindern zu Gute kommt. "Ich empfehle allen Kernkraftbefürwortern, vor allem jenen von Temelin, den Besuch einer weißrussischen Kinderkrebsstation", schloss Waneck. (Schluss) mg nnn bxf

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