Lebendige Alpwirtschaft sichert Zukunft der Bauern BILD

Traditionelle Alpexkursion der Landesregierung

Bregenz (VLK) - Durch den Einsatz der Bauern und die Leistungsabgeltung des Landes ist es gelungen, auch nach
nunmehr sechsjähriger EU-Mitgliedschaft die Bewirtschaftung
der heimischen Alpen zu sichern und sie als unverzichtbaren
Teil des ländlichen Raumes lebendig zu erhalten. Dieses
Resumee zogen Landeshauptmann Herbert Sausgruber und
Agrarlandesrat Erich Schwärzler vorgestern, Mittwoch, nach
der traditionellen Alpexkursion der Landesregierung, die
diesmal vom Silbertal ins Klostertal führte. ****

Landesrat Schwärzler nahm die Gelegenheit auch heuer wahr,
seine Regierungskollegen über die aktuelle Situation der Vorarlberger Alpwirtschaft zu informieren. Insgesamt
verbringen wieder rund 38.000 Stück Vieh den Sommer auf den
560 Vorarlberger Alpen. Die Tiere werden von 950 Älplerinnen
und Älplern betreut. Diesen dankte Schwärzler, weil sie ihre Arbeit mit viel Begeisterung tun, nicht nur um ihr Einkommen
zu erwirtschaften, sondern - als wichtige Partner für den
Tourismus - auch um die Vielfalt und Schönheit der
Bergregionen zu erhalten.

Zu den wertvollsten alpwirtschaftlichen Erzeugnissen
gehört der EU-ursprungsgeschützte Vorarlberger Alpkäse. "Im vergangenen Jahr wurden gut 200.000 Kilo Alpkäse bonitiert,
96 Prozent entsprachen der Bonitätsklasse 1", berichtete Schwärzler. Auch das Ergebnis der Alpschweineaktion war
erfreulich: Die über die Ländle-Metzg´ vermarkteten 580 Alpschweine erzielten im Schnitt einen um vier Schilling pro
Kilo höheren Preis gegenüber herkömmlicher Vermarktung.

An Leistungsabgeltungen und Investitionsförderungen
erhielt die Vorarlberger Alpwirtschaft im Jahr 2000 insgesamt
79,1 Millionen Schilling (5,75 Millionen Euro), davon 44,1
Millionen Schilling (3,2 Millionen Euro) vom Land. Weil der EU-Gemeinschaftsrahmen eine Neuregelung der Übernahme der Sozialversicherungskosten für Alppersonal erforderte, wurde
für heuer vereinbart, dass das Land den Dienstnehmeranteil
für Fremdpersonal trägt. Die von der Alpe nunmehr zu
zahlenden Dienstgeberanteile werden durch höhere Viehbeträge ausgeglichen.
(gw/dw/dig,nvl)

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