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Klagenfurt (OTS) - Neue "KÄRNTNER TAGESZEITUNG" Kommentar: "Höhere Gewalt in Kärnten"

Utl.: Ausgabe vom 13. Juli 2001=

Die "Aktuelle Stunde" der gestrigen
Landtagssitzung war dem Thema "LKH Klagenfurt" gewidmet. Grund genug für den damit in Verteidigungsposition befindlichen LH Haider, ein Entlastungsmanöver zu starten, indem er Journalisten am selben Tag mit aggressiv vorgelegter Rotkreuz-Thematik fütterte. Die gerissene Taktik mag denn auch ein wenig Wirkung gezeigt haben. Was allerdings nichts daran ändert, dass die FP in Spitalsangelegenheiten sehr schlecht aussieht.
Haider hat den für das LKH-Baugeschehen geltenden Spatenstich bekanntlich ja unter Anführung nebuloser, uneinsichtiger Gründe abgesagt. Damit sind jahrelange - und in Übereinstimmung mit den Sozialdemokraten - gelaufene Planungsmaßnahmen zur Errichtung eines neuzeitlichen Super-Zentralkrankenhauses dahin. Bereits erteilte Aufträge werden storniert; der Schaden geht in die Zigmillionen; die dem medizinischen Jahrhundertprojekt geltende Chance ist in die Ferne gerückt. Doch was soll´s: Wichtig bleibt (dem LH), dass sich die damit verbundene öffentliche Diskussion in Grenzen hält. Ein Ersatzkriegsschauplatz muss also her - das Kärntner Rote Kreuz zum Beispiel, das Haider nun in Sachen Hubschrauber-Einsätze madig zu machen versucht.
Die Angst der FPÖ, gemeinsam mit der SPÖ zum Wohle dieses Landes anzutreten, ist schier greifbar. Unbegreiflich bleibt, wie unbekümmert das freiheitliche Machtzentrum Selbstnutz vor Allgemeinwohl stellt. Namhafte FP-Politiker sprechen in diesem Zusammenhang - sehr leise und mit vorgehaltener Hand - von "höherer Gewalt".

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