ÖGB-NÖ-Vorsitzender Staudinger: ÖAAB-Spitze verabschiedet sich komplett aus der sozialen Verantwortung

In Niederösterreich steht Vernunft über parteipolitische Dünkel

Wien (ÖGB). ÖAAB-Generalsekretär Walter Tancsits konstatierte jüngst einen Dogmenwechsel, weil "im letzten Jahr erstmals eine Pensionsreform ohne die Zustimmung der Sozialpartner gemacht" wurde. "Der einzige erkennbare Dogmenwechsel ist darin zu sehen, dass die ÖAAB-Spitze sich vollkommen aus ihrer sozialen Verantwortung gegenüber den ArbeitnehmerInnen verabschiedet hat, und zu einem willenlosen Instrument dieser Regierung geworden ist. Wir haben ja gesehen, was diese Pensionsreform mit sich gebracht hat: nur weitere Belastungen für die älteren Menschen und unausgegorene, unhaltbare Forderungen nach einer Erhöhung des Pensionsantrittsalters", nimmt der Vorsitzende des ÖGB-NÖ Josef Staudinger Stellung zu jüngsten Berichten.++++

Die jüngste Groteske um die Umfärbung des Hauptverbandes der Sozialversicherung hat gezeigt, dass in Niederösterreich die Vernunft und soziales Gewissen über parteipolitische Dünkel gestellt werden. Der Generalsekretär des ÖAAB unterstellt Menschen, die sozial denken, Dummheit. Diese Politik, die mit verdienten Funktionären aus den eigenen Reihen so umspringt, und die Mehrheit der Österreicherinnen und Österreicher für dumm erklärt, ist unerträglich und menschenverachtend", so Staudinger weiter.

"Diese Regierung sieht ArbeitnehmerInnenvertreter als Zwerge an. Wie sieht sie dann die ArbeitnehmerInnen selbst? Es wird immer augenscheinlicher, welchen bedeutungslosen Stellenwert die unselbständig Erwerbstätigen, immerhin die Mehrheit der österreichischen Bevölkerung, in dieser Koalition einnehmen", betont Staudinger abschließend.

ÖGB, 12. Juli 2001
Nr. 610

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