Hagenhofer: Postämter werden von 1.900 auf 900 wegrationalisiert

Die Lebensqualität der Bevölkerung wird reduziert

Wien (SK) "Geht es nach dem Willen der Regierung, wird es für die Regionen, Bezirke und Gemeinden eng, insbesondere durch das Beschneiden von Dienstleistungen bei Finanz- und Postämtern. Alleinige Zielvorgabe ist: Zentralisierung und Privatisierung = Ausdünnung und Zerstörung der Infrastruktur in den Regionen und Gemeinden. Die Folgen: Ein Weniger an Service und weniger Arbeitsplätze," skizziert SPÖ-Abgeordnete Marianne Hagenhofer am Donnerstag gegenüber dem Pressedienst der SPÖ die Situation. Die Radikalpläne der Regierung sehen vor, die Zahl der Postämter mit einem eigenen Briefträger von derzeit 1.900 auf rund 900 zu reduzieren. Dies werde besonders für kleinere Landgemeinden und deren Bevölkerung gravierende Auswirkungen haben. ****

"Offenbar sind der Regierung die berechtigten Wünsche der Bevölkerung egal. Wenn z.B., wie geplant, Briefe nur noch bis zu einer Entfernung von fünf Kilometern zugestellt werden sollen, zeitigt dies für die Bewohner fatale Folgen: viele ältere und behinderte Menschen, die in ihrer Mobilität eingeschränkt sind, wären damit nicht nur von der täglichen Postzustellung, sondern auch von der Geldauszahlung sowie der Aufgabe von Geld- und Erlagscheinen abgeschnitten. Dies kommt einem Entzug wesentlicher Infrastruktur und Dienstleistungen gleich!" so Hagenhofer.

Die gravierenden Qualitätseinbußen bei den Dienstleistungen für die betroffene Bevölkerung würden nicht bedacht - auch nicht die Konsequenzen für die davon betroffenen ArbeitnehmerInnen. Es werde versucht, die Zentralisierung und Privatisierung hinter Schlagworten wie "Post-Box", "McPost" oder "Postamt beim Greißler" zu verbergen.

"Ich frage mich, wie ein derart realitätsfernes Projekt ausgedacht werden kann. Angesichts der Tatsache, dass es in vielen Gemeinden keinen Greißler, Bäcker oder Fleischhauer mehr gibt, erübrigt sich das von der Regierung betriebene Konzept "Postamt beim Greißler", kritisiert Hagenhofer.

Die SPÖ spreche sich für eine Modernisierung des Postwesens aus. Das heiße auch, dass Schließungen von Postämtern vermieden werden müssen!

"Es müssen die wesentlichen Dienstleistungen, wie tägliche Post- und Paketzustellungen, Geldauszahlungen und Geldaufgabemöglichkeiten durch den Briefträger, die wir von der Post erwarten, weiterhin angeboten, ausgebaut und nicht ausgedünnt werden! Die SPÖ ist daher strikt gegen den von der Regierung geplanten und den Landespolitikern von ÖVP und FPÖ mit getragenen Kahlschlag gegen die Regionen und Gemeinden", schildert Hagenhofer die Alternative aus SPÖ-Sicht.

"Angesichts der Strategie der Regierung, der Bevölkerung so lange als möglich Informationen über Sparpläne vorzuenthalten und sie dann vor vollendete Tatsachen zu stellen, sind wir alle gefordert, deutlich und rechtzeitig aufzuzeigen und uns dafür einzusetzen, dass uns eine lebendige Region mit funktionierender Wirtschaft, Arbeitsplätzen und Serviceleistungen für die Menschen ein Herzensanliegen ist", so die Abgeordnete abschließend. (Schluss) se/mm

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