Betriebsansiedelungen: mehr Gewicht auf qualitative Investitionen

Halbjahresbilanz der Austrian Business Agency

Wien (BMWA-OTS) - "Angesichts des Mainstreams einer
internationalen Konjunkturabschwächung kann man mit dem Halbjahresergebnis der Austrian Business Agency (ABA) absolut zufrieden sein" erklärte Bundesminister für Wirtschaft und Arbeit Dr. Martin Bartenstein heute bei der Pressekonferenz zur Präsentation der ABA-Ergebnisse für den Zeitraum Jänner bis Juni 2001. Es sei ein deutlicher Trend zu höherwertigen und kapitalintensiveren Betriebsansiedlungen zu erkennen. ****

Im Vergleich zur ersten Hälfte des Vorjahrs - die ein Rekordergebnis gebracht hat - sei zwar ein Rückgang bei der Zahl der Ansiedlungen (von 79 auf 71) festzustellen, allerdings habe das damit verbundene Investitionsvolumen einen Anstieg von 3,79 Milliarden Schilling (275,1 Millionen Euro) auf 4,95 Milliarden Schilling (359,7 Millionen Euro) zu verzeichnen, erläuterte der Minister gemeinsam mit ABA-Geschäftsführer Dr. Rene Sigl. Zu bedauern sei allerdings, dass mit diesen Investitionen heuer nur 2.147 neue Arbeitsplätze geschaffen wurden (gegenüber 4.018 im Vorjahr).

Zum internationalen Vergleich der Standorte verwies Bartenstein auf den World Competitiveness Report, in dem sich Österreich vom 15. auf den 14. Platz in der Gesamtwertung verbessert hat und in einigen Bereichen - zum Beispiel Lebensqualität, Streikstunden, Sicherheit von Gesundheit und Eigentum, Mitarbeitermotivation - auf Spitzenrängen zu finden ist. Aufholbedarf gebe es unter anderem bei der Steuer- und Abgabenquote, Flexibilität der Arbeitszeiten, Lohnnebenkosten und Energiekosten. So konnte Deutschland mit der unternehmer- und unternehmensfreundlichen Steuerreform seine Stellung gegenüber Österreich verbessern, erläuterte der Minister. In diesem Zusammenhang ist daher für ihn die von Finanzminister Grasser beim Reformdialog der Bundesregierung im Herbst 2000 gegeben Zusage, im Jahr 2003 die Körperschaftssteuer auf 31% zurückzusetzen, von größter Bedeutung.

"Die Entwicklung in der ersten Hälfte dieses Jahres zeigt eine Delle, von der Optimisten wie ich hoffe, dass sie in der zweiten Jahreshälfte wieder verschwindet", stellte Bartenstein abschließend fest.

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