FSG: Sicherheit im Strafvollzug wird gefährdet

Aussagen von Minister Böhmdorfer

Wien (FSG). "Die am 10.07.2001 in der ORF Sendung "Der Report" von Justizminister BÖHMDORFER aufgestellte Behauptung, dass im Strafvollzug n i c h t im Sicherheitsbereich, sondern ausschließlich im Verwaltungsbereich gespart werde, löste in Kreisen der Justizwache höchste Verwunderung aus.++++

Die Sicherheit im Strafvollzug wird u.a. gefährdet durch :
O Kontinuierliche Personaleinsparungen bei der Justizwache !
O Reduzierung der Nachtdienststärke in 27 (!) von 29 Justizanstalten !
O Reduzierung von Aus- und Fortbildungsmöglichkeiten der Justizwache infolge Kürzung der Budgetmittel um 50 Prozent !

Demgegenüber :
O Keinerlei Verwaltungsvereinfachungen, sondern eine auch für den Strafvollzug belastende Flut von neuen gesetzlichen Bestimmungen !
O Kontinuierliche Aufgabenvermehrung und Mehrbelastung für den Strafvollzug !
O Beabsichtigte Schaffung von 4 (!) Dienstbehörden für die Bediensteten des Strafvollzuges !

Aus der Sicht der Justizwachegewerkschaft kann daher im Gegensatz zum Justizminister nur festgestellt werden, dass Einsparungen bei der Justizwache ausschließlich zu Lasten der Sicherheit vorgenommen werden und die Sicherheitsgefährdung nicht nur für die Strafvollzugsbediensteten, sondern auch für die Bevölkerung, ein nicht zu vertretendes Maß erreicht hat !

FSG, 12. Juli 2001
Nr. 080

Rückfragen & Kontakt:

Vorsitzender der FSG-Justizwachegewerkschaft
Handy: 0664 / 431 13 52
e-mail: franz.nebel@aon.at

Franz Nebel

OTS-ORIGINALTEXT UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS | NGS/NGS