Kirche soll bei Wiederverheirateten umdenken

Paul Ganahl gründete Initiative "Mehr Rechte für Wiederverheiratete"

Zell am See (OTS) - "Es ist Zeit, dass die römisch-katholische Kirche in Sachen Wiederverheiratete endlich umdenkt". Dazu gründete DI Paul Ganahl aus Zell am See die Initiative "Mehr Rechte für Wiederverheiratete". Er will damit die Doppelbödigkeit in der römisch-katholischen Amtskirche aufzeigen: Denn Österreichs Wiederverheiratete haben, wie alle anderen Katholiken auch, den Kirchenbeitrag zu bezahlen, obwohl es für sie keine Rechte gibt: also weder den Empfang der Kommunion noch die Übernahme eines Patenamtes.

In der Alpenrepublik gibt es ca. 500.000 davon Betroffene, die der Kirche einerseits 350 Millionen Schilling an Kirchenbeitrag einbringen, aber nicht mehr Rechte als ein Nichtkatholik haben, außer jenem, kirchlich beerdigt zu werden.

Vielseitigste Informationen zu diesem emotional hoch brisantem Thema gibt es auf der, von Paul Ganahl unter http://www.wiederverheiratete.at/ extra zu diesem Thema eingerichteten Homepage. Dort sind beispielsweise diverse Stellungnahmen der einzelnen österreichischen Diözesen zur Handhabung der Wiederverheirateten-Frage nachzulesen. So meint beispielsweise Pfarrer Egon Pfeifer aus Seefeld "Warum kann den Wiederverheirateten nicht verziehen werden, wenn die Kirche sogar einen reuigen Mörder losspricht?" Der Ausschuss der Pfarre Kirchberg/ Prielach fragt sich, warum eine Kirche, die in Liebe und Vergebung mit den Gläubigen leben sollte, gegenüber den Wiederverheirateten so unnachgiebig ist und künstliches Leid erzeugt Diese Stellungnahme wurde auch allen Bischöfen Österreichs heute gesandt, mit der Bitte, bei der Synode in Rom (Oktober) sich für eine Änderung einzusetzen. Die Homepage soll laut Paul Ganahl weiters als Forum dienen, um zwischen Betroffenen und Seelsorgern zu vermitteln.

Die Initiative schlägt jene Lösung vor, die in einigen Pfarren Österreichs bereits gehandhabt wird, nämlich dass Wiederverheiratete nach einer gewissen Bewährungszeit, wie in der Ostkirche, und nach Erfüllung von Verpflichtungen gegenüber der ersten Ehe, die Möglichkeit gegeben wird, nach eigenem Gewissen die Kommunion zu empfangen und als Pate bei Taufe und Firmung wirken können. Das Ziel von Initiator Paul Ganahl: "Das soll in 95% der österreichischen Pfarren möglich sein".

Die Initiative lehnt jedoch den, von der Amtskirche empfohlenen Weg, die Kommunion in einer Nachbargemeinde entgegenzunehmen, ab. Genauso wie die unpraktikable und entwürdigende pastorale Anweisung, als Wiederverheiratete wie Bruder und Schwester zusammen zu leben.

Paul Ganahl ruft Österreichs Wiederverheiratete zur Erreichung obiger Ziele auf, diese Initiative durch Unterschriftensammlungen in Ihren Pfarren zu unterstützen. Weiters ruft er alle Seelsorger Österreichs mit der Bitte auf, Wiederverheiratete vermehrt in die Gemeinschaft einzuladen und unter obigen Voraussetzungen die Kommunion zu spenden. Nur bei ausreichender Unterstützung wird man von der Amtskirche in Österreich und dem Vatikan gehört.

Rückfragen & Kontakt:

Paul Ganahl: 5700 Zell am See, Brucker Bundesstraße 28,
Telefon 0 65 42-74606 oder per
Email: p.ganahl@sbg.at oder wiederverheiratete@sbg.at

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