Cerwenka: Feuerwehren geraten durch Einsparungen unter Druck

Mindereinnahmen aus der Feuerschutzsteuer in der Höhe von 726.000 Euro stimmen bedenklich

St.Pölten, (SPI) - Das Jahr der Freiwilligen, welches 2001 österreichweit stattfindet, wird hierzulande in vielen Bereichsorganisationen mit Festveranstaltungen begangen. Überall wird die Unverzichtbarkeit und der enorme Einsatz aller Freiwilligen Feuerwehrer in den Vordergrund gestellt. Völlig zurecht, denn die Anforderungen sind in den letzten Jahren stetig gestiegen und die Leistungen im Dienste der Allgemeinheit sind enorm. Inmitten der Sommerveranstaltungen platzte jedoch erst kürzlich das Schreckgespenst geplanter Einsparungen. Der SPNÖ Bereichssprecher für Feuerwehren und Zivilschutz LAbg. Helmut Cerwenka zeigt sich äußert besorgt über die aktuelle Entwicklung: "Das Feuerwehrwesen ist von der Minderung der Feuerwehrschutzsteuer betroffen. Die Rede ist von einer dadurch ausgelösten Budgetminderung in der Höhe von 726.000 Euro. Dass das keine gravierenden Auswirkungen auf die Leistungen der Feuerwehren hat, kann mir keiner weismachen."****

"Traditionellerweise gehört die Brandbekämpfung zu den zentralen Aufgaben der Freiwilligen Feuerwehren. Heute gilt diese Regel nur mehr bedingt. Aufgrund des starken Verkehrsaufkommens, das mehr und mehr zunimmt, wird sich künftig die Anzahl der Feuerwehreinsätze vervielfachen," erklärt der Landtagsabgeordnete, um weiter auszuholen: "In den letzten Jahren haben sich v.a. die technischen Einsätze der Feuerwehren gehäuft. Es gehört unglaublich viel Wissen und Know-how dazu, verunglückte LKWs mit gefährlichem Transportgut zu bergen. Ganz zu schweigen vom Materialeinsatz, der eine notwendige Basis des Einsatzwesens darstellt."

"Als für das Feuerwehrwesen verantwortlicher sozialdemokartischer Sprecher Niederösterreichs kann ich nur ausdrücklich vor den Gefahren warnen, die drastische Minderungsmaßnahmen mit sich bringen. Ich fordere die Verantwortlichen auf, dafür zu sorgen, daß zusätzliche Mitteln aus der KFZ-Haftpflichtversicherung bereitgestellt werden, wozu es bereits einen gesetzlichen Auftrag im Landtag gibt", so LAbg. Helmut Cerwenka abschließend.
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