Leitner: Zukunftsorientierte Universitätsreform umsetzen

Bildungsausschuss der Präsidentenkonferenz für mehr Kooperation der Universitäten

Wien, 11. Juli 2001 (AIZ). - Für eine zeitgemäße Gliederung der Universitäten und eine verstärkte Zusammenarbeit verschiedener Universitäten und Institute sprach sich der Bildungsausschuss der Präsidentenkonferenz der Landwirtschaftskammern Österreichs bei seiner jüngsten Sitzung aus. "Dies gilt etwa für die Universität für Bodenkultur und die Universität für Veterinärmedizin. Im Zuge der geplanten Universitätsreform müssen die entsprechenden Vorkehrungen getroffen werden. Vorarbeiten wurden bereits im Rahmen einer parlamentarischen Enquete und im zuständigen Bundesministerium geleistet", erklärte die Vorsitzende des Bildungsausschusses, Elisabeth Leitner. ****

Die geplante Universitätsreform stand im Mittelpunkt der Ausschuss-Sitzung. Rektor Leopold März von der Universität für Bodenkultur skizzierte die Zukunftsperspektiven der Organisation der österreichischen Universitäten. Es sei notwendig, so März, sich auf die künftigen Bedürfnisse der Menschen nach Gesundheit, hochwertigen Lebensmitteln und sparsamem Umgang mit Ressourcen auszurichten. In ihrer Organisation hätten sich die Universitäten den Bedürfnissen der Zukunft anzupassen. Das gelte in gleicher Weise für den Bereich "angewandte Lebenswissenschaften", zu denen Inhalte der Universität für Bodenkultur, der veterinärmedizinischen Universität und von weiteren Gebieten anderer Universitäten gehören.

"Die Organisation soll sich nach Prozessen und nicht nach Produkten ausrichten", so März weiter. Wichtig sei die Vernetzung der befassten Stellen und die Nutzung von Synergien. Nachhaltigkeit der landwirtschaftlichen Produktion, Umwelt und Gesundheit sowie die industrielle Nutzung agrarischer Produkte als reproduzierbare Güter seien beispielsweise wissenschaftliche Themenbereiche.

Universitäts-Autonomie muss nachweislichen Erfolg bringen

"Eine universitäre Ausbildung muss sich auch an den Notwendigkeiten der Praxis orientieren. Das gilt ebenso für die Autonomiepläne für Universitäten. Nach Einführung der Autonomie müsste diese derart genützt werden, dass ein nachweisbarer Erfolg gegeben ist. Erst eine Evaluierung kann jedoch notwendige Klarheit über deren Effizienz erbringen", so März.

Der Bildungsausschuss der Präsidentenkonferenz steht voll und ganz hinter den Zielsetzungen, die BOKU-Rektor März skizzierte. Dazu Ausschuss-Vorsitzende Leitner: "Die Tragweite der Universitätsreform, die ein Schritthalten mit der internationalen Entwicklung sichern soll, darf nicht unterschätzt werden." Die Reform stelle einen "wesentlichen Beitrag zur positiven Entwicklung Österreichs dar", so Leitner.
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