Sima: "Haupt-Bescheid zu Genmais-Saatgut ist Alibiaktion"

Vernichtung nur in Ausnahmefällen, tausende Hektar Gen-Mais unbehelligt

Wien (SK) Als reine "Alibi-Aktion" bezeichnet SPÖ-Umweltsprecherin Ulli Sima den gestern von Konsumentenschutzminister Herbert Haupt erlassenen Bescheid zum Genmais-Saatgut: "Die angeordnete Genmais-Vernichtung betrifft nur eine von den drei vorliegenden Verunreinigungen, nämlich jene mit dem Gen-Mais BT 11. Eine Vernichtung ist somit nur in Ausnahmefällen vorgesehen. Tausende Hektar von Gen-Pflanzen, jene die mit Mon810 und BT 176 verschmutzt sind, bleiben somit weiterhin unbehelligt." Diese Unterscheidung verstoße gegen das Gentechnikgesetz, demnach der Gentechnik-Minister gegen sämtliche illegal ausgepflanzten Gen-Mais-Pflanzen vorzugehen habe, so Sima am Dienstag gegenüber dem Pressedienst der SPÖ. ****

"Es ist mehr als skandalös, dass Haupt fünf Wochen verstreichen hat lassen, bis er zumindest einen Schritt in der heiklen Causa unternommen hat, der dann noch dazu völlig unzureichend ist", so Sima weiter. Der Gentechnik-Minister ignoriere zudem, dass für den gentechnisch veränderten Mais Mon810 seit 10. Juni 1999 ein Importverbot in Österreich gelte. "Haupt verstößt mit seiner Vorgangsweise gegen unser auf EU-Ebene hart erkämpftes Importverbot." Sima fordert die sofortige Beseitigung sämtlicher Genmais-Pflanzen, die Entschädigung der betroffenen Bauern und eine penible Saatgut-Kontrolle, um eine Wiederholung illegaler Freisetzung auf Österreichs Feldern ein für alle Mal auszuschließen. (Schluss) hm/mm

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