FORMAT: Investmentfonds CVC will Böhler-Uddeholm zu 100 Prozent

übernehmen Der gebotene Kaufpreis beträgt rund 8,5 Milliarden Schilling

Wien (OTS) - Die Grüchte verdichten sich, daß zwei potente Finanzgesellschaften, der britische Investmentfonds CVC und eine ausländische Großbank, konkrete Pläne zur Übernahme von 100 Prozent des Edelstahlkonzerns Böhler-Uddeholm auf den Tisch gelegt haben. Das schreibt das Nachrichtenmagazin FORMAT in seiner Montagsausgabe.

Die CVC, die auch den Faserkonzern Lenzing kaufte, soll bereit sein, runde 8,5 Milliarden Schilling für die komplette Böhler-Uddeholm zu bezahlen. 25 Prozent der Anteile hält die ÖIAG, der große Rest ist Streubesitz. Die Summe errechnet sich aus einem Preis von 55 Euro pro Aktie - was den Eigenmitteln der Gesellschaft entspricht. Zwischen zwei und drei Milliarden Schilling würden die Briten selbst einbringen. Runde sechs Milliarden müßten laut FORMAT über Banken fremdfinanziert werden. Die Tilgung dieser Schulden ist durch Dividendenzahlungen von Böhler vorgesehen. Bis zu einer Milliarde jährlich hätte der Stahlproduzent abzudienen, damit die Verbindlichkeiten in sieben bis acht Jahren getilgt sind.

Dem Management um General Claus Raidl bietet CVC, wie bei solchen Deals weltweit üblich, eine Beteiligung zum Diskontpreis. Fünf Prozent der Aktien, immerhin ein Wert von über 400 Millionen Schilling, sind laut Plan für die Top-Führungskräfte reserviert.

Wie FORMAT berichtet, läßt Raidl, der keine Stellungnahme abgeben wollte, rechnen, ob der sogenannte "free Cash-Flow" des Unternehmens ausreichen würde, um die Schulden bedienen zu können - und zwar ohne daß die Entwicklung des Edelstahl-Konzerns gehemmt wird. In diesem Fall könnte er den Deal befürworten, so die Hoffnung der CVC. Die ÖIAG könnte dann ebenfalls ihre bisherige Ablehung eines Böhler-Verkaufs überdenken.

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