Kuntzl: FPÖ und ÖVP in Abfertigungsfrage tief gespalten

SPÖ fordert Abfertigung ab dem ersten Tag

Wien (SK) Nachdem bereits gestern zahlreiche ÖVP-Abgeordneten vor der Abstimmung der 58. ASVG-Novelle im Nationalrat den Plenarsaal verlassen haben, sieht SPÖ-Bundesgeschäftsführerin Andrea Kuntzl die blau-schwarze Koalition auch in der Frage der 'Abfertigung neu' wieder einmal "tief zerstritten". Die heutigen Aussagen von Tourismusstaatssekretärin Rossmann, die einen Anspruch auf Abfertigung ab dem ersten Tag forderte - eine Forderung, die die FPÖ von der SPÖ übernommen hat - seien erneut "Öl ins Feuer der Koalition", so Kuntzl am Samstag gegenüber dem SPÖ-Pressedienst. ****

Was die Bevölkerung von der "Glaubwürdigkeit" der sogenannten Reformen der Bundesregierung mittlerweile hält, zeige eindrucksvoll eine aktuelle Meinungsumfrage: 58
Prozent der Befragten hätten in einer IFES-Studie angegeben, sie halten Widerstandsmaßnahmen der Gewerkschaften für gerechtfertigt. Echter Reformwille in Sachen Hauptverband sei der Regierung nicht einmal von einem Drittel der Befragten zugesprochen worden, erörterte Kuntzl.

Kuntzl stellte weiter klar, dass es aus Sicht der SPÖ eine Abfertigung für alle Arbeitnehmer in allen Branchen geben müsse. "Abfertigungsansprüche müssen ab dem ersten Tag der Beschäftigung entstehen und aus Gründen der sozialen Gerechtigkeit unabhängig von der Art der Beendigung des Arbeitsverhältnisses geltend gemacht werden können - es soll einen Rechtsanspruch auf Auszahlung geben. Die zeitliche Beschränkung der Beitragszahlungen lehnt die SPÖ ab", schloss Kuntzl. (Schluss) hm

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