Die Radetzkybrücke erhält neue Beläge

Vielzahl von Arbeitsschritten auf engstem Raum

Wien, (OTS) Die bei der Urania situierte, im Jahr 1900 erbaute Radetzkybrücke, eine Stahlfachwerkbrücke mit schönen Jugendstilelementen - man denke nur an die "Laterne" - bildet gleichsam das Tor zum Wienfluss. Als eine der Hauptverbindungen zwischen dem 1. und dem 3. Bezirk ist sie allerdings auch einer besonderen Verkehrsbelastung ausgesetzt, was sich nunmehr in einer umfassenden Erneuerung der Beläge auf Fahrbahn und Gehsteigen sowie der Brückenabdichtungen, niederschlägt. Dazu kommen noch Gleisbauarbeiten der Wiener Linien, auf der Brücke und auf dem Kreuzungsplateau Vordere Zollamtsstraße. Für die Arbeiten der
MA 29 - Brückenbau und Grundbau (Geschäftsgruppe Stadtentwicklung und Verkehr), wurden knapp 7 Millionen Schilling veranschlagt. Zu den umfangreichen Maßnahmen erläutert Ing. Erich Zsifkovits von der Bauleitung der MA 29: "Aufgrund der geringen Größe der Brücke und einer Vielzahl von Arbeitsschritten, die oftmals auf engstem Raum erfolgen müssen, ist eine durchgehende Abwicklung nicht möglich. Einzelne Arbeitsgänge, wie zum Beispiel das Hochdruckwasserstrahlen oder die Kunstharzgrundierung, dauern zwar keinen ganzen Tag, aber das Trocknen, Aushärten, Abkühlen der Beläge braucht auch seine Zeit. Wir haben solche Pausen nach Möglichkeit auf die Wochenenden gelegt".

Umfang der Arbeiten

Die wesentlichen Maßnahmen der MA 29 und der Wiener Linien umfassen folgende Punkte:

o Abtragen der alten Beläge und Neuherstellung der Fahrbahnen

(1200 Quadratmeter Gussasphalt auf einer Tragschicht aus Asphaltbeton; alle Zahlen gerundet) und der Gehwege (500 Quadratmeter Gussasphalt) inklusive der Anschlussbereiche auf Seiten des 1. und des 3. Bezirks.
o Erneuerung der Brückenabdichtung (800 Quadratmeter Isolierung).
o Erneuerung der Fugenabdichtung im Bereich des eingesetzten

Tragwerksteiles der Straßenbahn.
o Gleisbauarbeiten der Wiener Linien auf der Brücke und dem

anschließenden Kreuzungsplateau auf Seite des 3. Bezirks (nur während der Bauphase 1).

Terminablauf und Verkehrsmaßnahmen

Mit den Vorarbeiten wurde Anfang Juli begonnen, die verkehrswirksamen Arbeiten beginnen in der kommenden Woche, und werden in zwei Bauphasen abgewickelt, die einschließlich diverser Nacharbeiten voraussichtlich bis 10. September dauern werden. Die Verkehrsfreigabe der Fahrbahn in voller Breite wird noch vor dem Ferienende, voraussichtlich am 27. August, erfolgen.

Bauphase 1 ab Montag, den 9. Juli:

o Beginn der, verkehrswirksamen Maßnahmen in der Nacht von Montag

auf Dienstag, um 20 Uhr.
o Teilsperre der Brücke, es kann nur eine mindestens 4 Meter

breite Fahrspur in Richtung Obere Weißgerberstraße offengehalten werden. Diese provisorische Spur wird durch Betonleitwände gesichert.
o Damit entfällt die Rechtsabbiegemöglichkeit von der Brücke in

die Vordere Zollamtsstraße. Die vom Franz Josefs-Kai kommenden "Rechtsabbieger" werden zum Stubenring umgeleitet.
o Der in Richtung Zentrum fließende Fahrzeugverkehr wird zur

Franzensbrücke umgeleitet (auf Baudauer Einbahn in Richtung 2. Bezirk).
o Für die Fußgänger wird während der Gesamtdauer der Arbeiten auf

beiden Seiten der Brücke ein Weg offen bleiben.
o Mit insgesamt 11 Avisotafeln wird auf den Hauptrouten in den

angrenzenden Bezirken auf die Verkehrssituation bei der Radetzkybrücke und die Einbahnführung der Franzensbrücke hingewiesen. Bei den unmittelbaren Zufahrten werden weitere 8 Hinweistafeln angebracht sein.
o Der Baustellenbereich selbst ist durchgehend mittels Leitwänden

abgesichert und ist mit einem Sicht- und Spritzschutz ausgestattet.
o Die Bauphase bzw. Verkehrsphase 1 wird bis 14. August dauern.

Wie stets bei größeren Vorhaben mit mehreren Bau-/Verkehrsphasen wird über die weiteren Maßnahmen zu einem späteren Zeitpunkt informiert. (Schluss) pz

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