Gen-Mais: Greenpeace ortet "Politik-Skandal"

Sicherheitsbehörden über Verteilung von Gen-Mais informiert -Minister Haupt erfüllt seine gesetzliche Verpflichtung nicht

Wien (OTS) - Greenpeace ortet in der Causa Gen-Mais einen "Politik-Skandal ersten Ranges". Nach Greenpeace vorliegenden Informationen sind die Sicherheitsbehörden in allen Bundesländern seit zumindest gestern im Besitz von Daten, wann Gen-verunreinigtes Saatgut von Pioneer an welche Händler verkauft worden ist. Diese Daten wurden im Zuge der Ermittlungen der Sicherheitsbehörden von Pioneer per richterliche Anordnung erhoben. Die brisanten Daten wurden auch an die Politik weitergeleitet. "Nun hat Minister Haupt keine Ausrede mehr. Die Fakten liegen am Tisch, die Maisblüte steht unmittelbar bevor - dass der zuständige Minister nun noch immer nicht reagiert, kann nur als Skandal bezeichnet werden. Jetzt muss Haupt endlich handeln und die Beseitigung des Gen-Mais anordnen", sagte Greenpeace Gentechnik- Sprecher Herwig Schuster.

Außerdem wurde Greenpeace bekannt, dass die zuständige Bezirkshauptmannschaft Neusiedl am See im Burgenland auf Grund der Anzeige von Greenpeace vom 3.Mai 2001 bereits ein Verwaltungsstrafverfahren gegen Pioneer eingeleitet hat. Der Grund der Anzeige war der Verdacht auf Verstoß gegen das Gentechnik-Gesetz sowie gegen das österreichische Importverbot für die Gen-Maissorte MON 810. "Die Bezirks- und Landesbehörden erfüllen ihre gesetzlichen Verpflichtungen, bloß der zuständige Minister Haupt als oberste Bundesbehörde in Sachen Gentechnik-Gesetz glaubt offenbar immer noch, dass er sich durch Schweigen und Wegschauen seiner Verantwortung entziehen kann", so Schuster abschließend.

Rückfragen & Kontakt:

DI Herwig Schuster, Gentechnik-Sprecher
Tel: 0664-4319214
Matthias Schickhofer, Medienstelle
Tel.: 0676-7309786

Greenpeace Österreich

OTS-ORIGINALTEXT UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS | GRP/OTS