Swoboda kritisiert Haltung Louis Michels in Mazedonien-Frage

Europa muss gegenüber UCK-Terroristen unnachgiebig bleiben

Wien (SK) "Angesichts der drohenden Bürgerkriegsgefahr in Mazedonien wird klar, dass die sogenannte Entwaffnung der UCK durch die KFOR-Truppen im Kosovo eine Farce war bzw. aus amerikanischen Kreisen neue Waffen geliefert wurden", erklärte Hannes Swoboda, Mazedonien-Berichterstatter im Europäischen Parlament und Leiter der SPÖ-Delegation, Freitag gegenüber dem Pressedienst der SPÖ. "Es ist völlig eindeutig, dass Europa auch unter der belgischen EU-Präsidentschaft gegenüber der hartnäckigen Position der UCK unnachgiebig bleiben muss und es zu keiner - wie auch immer gearteten - Gleichstellung einer demokratischen Regierung mit Terroristen kommen kann. Die diesbezüglichen Aussagen des belgischen Außenministers Louis Michel in der dieswöchigen Mazedonien-Debatte im Europäischen Parlament waren aber leider im besten Fall vage, wohl eher ungenügend und teilweise irreführend", kritisierte Swoboda. ****

Michel habe vor dem Europäischen Parlament mehrfach den Begriff "Rebellen" für die "UCK-Terroristen" verwendet. Swoboda: "Das ist eine höchst problematische Verniedlichung."

Die demokratischen Parteien in Mazedonien seien gefordert, endlich zu einer friedlichen und vernünftigen Einigung zu gelangen, schloss Swoboda. (Schluss) se/mm

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