Sacher: Schmalspurbahn Gmünd-Groß Gerungs: VPNÖ-Minimalismus brachte Tod des Regionalverkehrs

Zeichen der Trauer angebrachter als Feiern über Nostalgiezüge

St. Pölten, (SPI) - "Während sich die NÖ Sozialdemokraten für den umfassenden Weiterbetrieb der Schmalspurstrecke Gmünd- Groß Gerungs eingesetzt haben, hat sich die ÖVP-Niederösterreich in vorauseilendem Gehorsam zum Infrastrukturministeriums mit der Einstellung des Regelbetriebes abgefunden. Das weiter Nostalgiezüge verkehren, ist für den Tourismus und die Freizeitwirtschaft zu begrüßen. Letztendlich ist es aber ein politischer Minimalismus, von der ‚Rettung einer Schmalspurstrecke‘ zu sprechen, wenn diese wichtige Nahverkehrseinrichtung zu einer Museumsbahn degradiert wird", kommentiert der Klubobmann der NÖ Sozialdemokraten, LAbg. Ewald Sacher, die von NÖ Landesverkehrsreferent für heute angesetzte Pressefahrt anlässlich des Nostalgiebetriebes auf der Strecke Gmünd-Groß Gerungs. "Die ÖVP-Selbstbelobigung erinnere ihn eher an einen ‚Abgesang auf den öffentlichen Nahverkehr‘, als an eine erfolgreiche Initiative im Interesse der Regionen", so Sacher.****

Jubelstimmung ist auch deshalb nicht angesagt, da der angebotene Bus-Ersatzverkehr weder den Ansprüchen der Bevölkerung genügt, noch wirkliche Verbesserungen gebracht hat. Ganz im Gegenteil wurde der Fahrplan ausgedünnt, das Service hat sich verschlechtert und die Verbindungen wurden unflexibler gestaltet. Damit hat sich NÖ Landesverkehrsreferent Erwin Pröll über die Interessen der Bevölkerung hinweggesetzt, er hat die Lebensqualität in vielen Gemeinden verschlechtert und eine weitere Motivation zur Abwanderung aus einer ohnehin nicht begünstigten Region geschaffen. "Statt ‚Freie Fahrt‘ heißt es in Zukunft nur mehr ‚Haltsignal‘, statt ‚Nahverkehr‘ nur mehr ‚Ersatzverkehr‘, statt ‚Schmalspurbahn‘ nur mehr ‚Museumsstrecke‘. Das ist keine Ansage für die Zukunft unseres Landes, sondern eine Politik der ‚Geringfügigkeit‘ zu Lasten der Regionen", so Sacher abschließend.
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