ÖGB-Schmölz: Sorge vor den drohenden Belastungen für Ältere

Eine Vielzahl an älteren Menschen protestierten bei der gestrigen Demo gegen die Zerschlagung der Selbstverwaltung im Hauptverband

Wien (ÖGB). "Die für heute geplante Beschlussfassung zur Umstrukturierung des Hauptverbandes wird von vielen älteren Menschen mit Sorge betrachtet. Auf die Zerschlagung der Selbstverwaltung werden weitere gravierende Einschnitte in der Sozialversicherung folgen, die vor allem die älteren Menschen belasten", kritisiert der Vorsitzende der ÖGB-PensionistInnen, Johann Schmölz, die Hauptverbands-Reform. Viele ältere Menschen teilen diese Befürchtungen und taten ihren Unmut gestern bei der 'Demo für Demokratie' des ÖGB kund.++++

"Die Bundesregierung hat seit ihrem Amtsantritt im Februar vergangenen Jahres eine Reihe von Maßnahmen gesetzt, die vor allem die älteren Menschen belasten. Weitere Einschnitte, wie die Einführung genereller Selbstbehalte und der Abgang von der Pflichtversicherung in der Krankenversicherung drohen. Das hätte zur Folge, dass Krank-Sein teurer wird, was natürlich ganz besonders die Älteren trifft. Sie sind deshalb sehr beunruhigt", erklärt Schmölz. Viele ältere Menschen hätten ihm gegenüber diese Sorge geäußert, viele Ältere seien deshalb auch bei der gestrigen Demonstration des ÖGB dabei gewesen.

Dass nun voraussichtlich auch ein Vertreter der PensionistInnen im Verwaltungsrat des Hauptverbandes sein wird, sei an sich erfreulich, werde aber nichts daran ändern, dass die von der Regierung geplanten Einschnitte im Gesundheitssystem kommen, befürchtet Schmölz. "Die arbeitnehmerInnenfeindliche Umgestaltung der Mehrheiten im Hauptverband bedeutet auch für die PensionistInnen nichts Gutes. Ein einzelner PensionistInnenvertreter im Verwaltungsrat wird die Vorhaben der Bundesregierung nicht verhindern können", gibt sich Schmölz realistisch. (mfr)

ÖGB, 6. Juli 2001
Nr. 595

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