Arbeitsklima-Index steigt: Zufriedene Frauen, uneinheitlicher Trend bei den Männern

Linz (AKO) Einen neuen Höchstwert erreicht der Österreichische Arbeitsklima-Index im Frühjahr 2001: Seit der letzten Erhebung im Herbst 2000 kletterte er um einen Punkt auf jetzt 109 Indexpunkte. Ausschlaggebend dafür ist die positive Einschätzung der wirtschaftlichen Entwicklung in Österreich. Am Arbeitsplatz und in den Betrieben gibt es kaum Veränderungen.

Seit vier Jahren lässt die AK Oberösterreich regelmäßig den Österreichischen Arbeitsklima-Index erheben. Im Herbst 2000 war erstmals seit drei Jahren (Frühjahr 1998) eine Stagnation zu verzeichnen. Die neuerliche Aufwärtsentwicklung lässt sich ausschließlich auf einen der insgesamt vier Teilindizes zurückführen, aus denen sich der Gesamtindex zusammensetzt - den Teilindex Gesellschaft: Die Arbeitnehmer/-innen bewerten die wirtschaftliche Entwicklung Österreichs und ihren eigenen Status als Arbeitnehmer positiver als im Herbst 2000.

Besonders optimistisch sind diesmal die Frauen. Mit einem Plus von zwei Punkten im Teilindex Gesellschaft holen sie hier die Männer ein. Insgesamt liegt ihr Arbeitsklima-Index mit 110 um drei Punkte vor den Männern. Das ist vor allem auf die deutlich höhere Zufriedenheit mit dem eigenen Arbeitsplatz (Frauen: 78 Punkte, Männer: 73 Punkte) zurückzuführen.

Während bei den Frauen ganz allgemein die Zufriedenheit steigt, ist bei den Männern ein uneinheitlicher Trend nach Bildungsabschlüssen zu beobachten. Hier kommt es zu einem Bruch zwischen Akademikern (von 108 auf 113 Punkte) und Maturanten (von 106 auf 114) einerseits und Pflichtschulabsolventen (von 106 auf 99 Punkte) andererseits. Diese geben ganz allgemein eine sinkende Lebenszufriedenheit an.

Eine weitere Problemgruppe sind wie schon bisher die älteren Arbeitnehmer/-innen. Sie können von der Entspannung am Arbeitsmarkt nicht profitieren. "Die ´magische Grenze´ auf dem Arbeitsmarkt liegt offenbar bei 46 Jahren. Ab diesem Alter wird es äußerst schwierig, wieder einen annehmbaren Arbeitsplatz zu finden", so AK-Präsident Hubert Wipplinger. "Spezielle Förderungsmaßnahmen für Ältere, aber auch Modelle wie die Altersteilzeit sind deshalb unabdingbar."

Keine Jobsorgen haben dagegen die jungen gut gebildeten Männer bis 35 Jahre, aber auch Frauen bewerten ihre Jobchancen deutlich besser als noch vor einem halben Jahr.

Rückfragen & Kontakt:

Öffentlichkeitsarbeit
Tel.: (0732) 6906-2182
presse@ak-ooe.at
http://www.arbeiterkammer.com

Arbeiterkammer Oberösterreich

OTS-ORIGINALTEXT UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS | AKO/AKO