AK Benzinpreisanalyse (2): Kaum Wettbewerb im teuren Westösterreich

Westen teuer und preislich gleich

Wien (AK) - Im Westen Österreichs ist Benzin sehr teuer, im Osten etwas günstiger. Das zeigt die jüngste bundesweite Benzinpreisanalyse der AK vom Juni. Außerdem gibt es im Westen Österreichs kaum einen Wettbewerb - die Tankstellen verlangen fast einheitlich hohe Preise. So sind in Vorarlberg zwei Drittel der Tankstellen preislich gleich -die Preisunterschiede zwischen den billigsten und teuersten Tankstellen betragen lediglich 30 Groschen. Die PendlerInnen sind massiv belastet. Die AK verlangt daher endlich Abgeltungen für die Pendler: Erhöhung des Pendlerpauschales und Kilomertergeldes sowie einen Tarifstopp im öffentlichen Verkehr. Die AK hat jetzt eine Unterschriftenaktion gestartet, die den ganzen Sommer laufen soll, und sucht die Unterstützung der Pendler für diese Forderungen. ****

Die Treibstoffpreise sind zwischen März und Juni stark angestiegen. Kostete Eurosuper im März im Schnitt noch 12,58 Schilling, so betrugen die Preise im Juni 13,55 Schilling. Diesel ist um 30 Groschen teurer geworden (März: 10,49 Schilling; Juni 10,79 Schilling).

Kaum Wettbewerb im Westen
Im Westen Österreichs - Vorarlberg, Kärnten und Tirol - gibt es bei den Dieselpreisen kaum einen Wettbewerb und hohe Preise. Die Preisunterschiede zwischen den billigsten und teuersten Tankstellen machen in Vorarlberg lediglich bis zu 31 Groschen aus.
Bei Eurosuper verlangen die Tankstellen in Vorarlberg, Tirol und Wien fast "gleiche" hohe Preise. In Vorarlberg gibt es zwischen den billigsten und teuersten Tankstellen Preisunterschiede von nur 32 Groschen.

Mehr Wettbewerb gibt es bei Dieselpreisen in der Steiermark. Die Preisunterschiede machen bis zu 2 Schilling aus.
Bei Eurosuper gibt es bei den oberösterreichischen Tankstellen den meisten Wettbewerb - Preisunterschiede bis zu 2,02 Schilling.

Einheitspreise in Bundesländern
In Vorarlberg sind zwei Drittel der Tankstellen preislich "gleichgeschaltet": Die Tankstellen in den westlichen Bundesländern Österreichs verlangen ziemlich einheitliche Preise, zB bei 69 Prozent der Tankstellen in Vorarlberg kostet Eurosuper 13,95 Schilling, in Tirol sind es 58,30 Prozent der Tankstellen.
Bei Diesel zeigt es sich eben so: 69 Prozent der Tankstellen in Vorarlberg verlangen 11,30 Schilling für einen Liter, in Tirol sind es 53,80 Prozent der Tankstellen.

Im Osten Österreichs verlangen 9 Prozent der burgenländischen Tankstellen für einen Liter Eurosuper 13,20 Schilling, in Wien 17,6 Prozent 12,99 Schilling pro Liter.
Im Burgenland kostet bei 9 Prozent der Tankstellen ein Liter Diesel 10,35 Schilling, in Wien bei 9 Prozent der Tankstellen ein Liter Diesel 10,79 Schilling.

Aktion für Pendler
Zur Entlastung der ArbeitnehmerInnen hat die AK drei Forderungen für die Pendler an die Bundesregierung und Verkehrsunternehmen: Erhöhung des kleinen und großen Pendlerpauschales um 30 Prozent, Erhöhung des Kilometergeldes um mindestens 30 Groschen, Tarifstopp im öffentlichen Verkehr für zwei Jahre.

Die AK hat eine Unterschriftenaktion für die PendlerInnen gestartet, die den ganzen Sommer lang läuft. ArbeitnehmerInnen können die Unterschriftenlisten anfordern: AK Pendlerforum, 1040 Wien, Prinz-Eugen-Straße 20-22.

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AK Wien Presse Doris Strecker

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