Umweltdachverband warnt: Mit dem Megadeal von Verbund und E.ON geraten Österreichs Wasserkraftwerke bald unter Einfluß des deutschen Atomriesen E.ON

Wien (OTS) - Über alle großen Wasserkraftwerke an Donau, Enns, Inn, Drau und den Speicherkraftwerken in unseren Alpen könnte bald der zweitgrößte Atomstromriese E.ON mitverfügen. Antatt eine österreichische Gesamtenergielösung ernsthaft zu verwirklichen, sucht der Vorstand der österreichischen Verbundgesellschaft mit diesem Mega-Deal offensichtlich seine Zukunft im Ausland, so die Kritik des Umweltdachverbandes, damit geraten unsere Flüsse, Speicherseen und Wasserreserven unter die Fittiche eines Atomstromkonzerns.

Laut aktuellem Bericht der deutschen Presseagentur und nach Bestätigung des E.ON - Energie - Ausichtsrat wird eine Grundsatzvereinbarung mit der Verbundgesellschaft demnächst abgeschlossen. An allen wichtigen Wasserkraftwerken Österreichs soll der deutsche Atomstromriese mit 40% beteiligt werden. Während ganz Europa Österreich wegen seines Wasserreichtums - dies gilt fürs Trinkwasser und für die Nutzung von Wasser zur Stromerzeugung -beneidet, verscherbeln wir grundlos unser nationales Erbe, so Dr. Gerhard Heilingbrunner, Präsident des Umweltdachverbandes.

Unsere heimische Wasserkraft darf nicht dazu dienen das katastrophale Image eines der größten Atomstromproduzenten der Welt aufzupolieren, so der Umweltdachverband.

Der zweitgrößte Atomstromkonzern Europas E.ON soll über die Hintertür vorerst in Form einer Minderheitsbeteiligung von 40% bei den österreichischen Wasserkraftwerken der Verbund einsteigen. Durch einen solchen Schritt wäre der Bezug von Wasserkraftstrom für die österreichische Bevölkerung gefährdet, da in Deutschland nur 5% des Stroms aus erneuerbarer Wasserkraft stammen, während in Österreich über 70% auf diese klimafreundliche Weise erzeugt werden.

Es gibt keinen wirtschaftlichen Grund österreichische "Kern"-Unternehmen, die für die Energie- und Wasserversorgung der österreichischen Bevölkerung verantwortlich sind, bedenkenlos zu verscherbeln. Österreich braucht nicht die wirtschaftliche Hilfe deutscher Atomstromkonzerne, sondern diese brauchen Österreichs Wasserkraftstrom, um ihr katastrophales Umweltimage aufzupolieren, so Heilingbrunner.

Sollte der geplante Verbund - E.ON Mega-Deal tatsächlich abgeschlossen werden, so wäre dies die Bankrotterklärung der österreichischen Energiepolitik. Jeder Minderheitsbeteiligung folgt die totale Machtübernahme, zuerst geht es um den Ökostrom aus Wasserkraft, dann um den direkten Zugriff auf die Wasserkraftwerke an unseren Flüssen und die Speicherkraftwerke in den Alpen und schlußendlich um den Verkauf dieser wichtigen Trinkwasserreserven, so Heilingbrunner.

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