• 03.07.2001, 12:18:47
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ÖAAB-Tschirf: Ist für den ÖGB der Parlamentarismus nicht demokratisch?=

"Sehr verwundert" zeigte sich heute der Wiener ÖAAB-Landesobmann Dr.
Matthias Tschirf über die Titelseite des ÖGB-Nachrichtendienstes.
Auf dieser wird zu einer "Demo für Demokratie" aufgerufen.

"Man kann in der Sache verschiedener Meinung sein, aber zu
behaupten, dass die Neuorganisation des Hauptverbandes der
Sozialversicherungsträger - die ja im Parlament von der Mehrheit
beschlossen wird - nicht demokratisch sei, ist ein wahrer Skandal",
ist Matthias Tschirf - der seit fast 2 Jahrzehnten Mitglied des ÖGB
ist - empört. Welches Demokratieverständnis haben Verzentnitsch und
Co: Bis jetzt war der Hauptverband fest in sozialdemokratischer
Hand. In Zukunft sind alle maßgeblichen Parteien, aber auch andere
Berufsgruppen wie der Öffentliche Dienst im Verwaltungsrat präsent.
Ist das undemokratisch? Es wäre, so Tschirf, eher im Interesse der
Gewerkschaftsmitglieder, noch weiter zu verhandeln, um
arbeitnehmerspezifische Anliegen durchzubringen anstatt mit
Kampfmaßnahmen zu drohen und mit Emotionen aus parteitaktischem
Kalkül zu spielen. "Das wird die Mehrheit der ÖGB- Mitglieder
nämlich nicht goutieren", ist Matthias Tschirf überzeugt.

Abschließend zeigte der Wiener ÖAAB-Landesobmann Genugtuung darüber,
dass die Frage der Neuorganisation des Hauptverbandes den ÖAAB nicht
gespalten habe. "Auch wenn von da und dort versucht wurde, einen
Keil zwischen die Bundesführung und den Ländern sowie den AK-
Fraktionen zu schieben, ist es nicht gelungen, der Organisation zu
schaden", so Matthias Tschirf.

Rückfragehinweis: Landessekretär ÖAAB Wien

Alfred Hoch
Tel.: (01) 40143/275

OTS-ORIGINALTEXT UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS | AAW/AAW

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