- 03.07.2001, 10:56:32
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ASFINAG: Maßnahmen gegen Geisterfahrer zeigen erste Wirkung
Ernüchternde Studie zum Thema "Geisterfahrerkrallen!"
Wien (OTS) - Die Aufstellung der Geisterfahrerwarntafeln und die
Überprüfung aller Autobahn-Anschlussstellen in Österreich sowie die
Verbesserung der Markierungen, Wegweisungen sowie die Errichtung von
einigen Kreisverkehranlagen zur Verbesserung der
Orientierungsmöglichkeit für die Kraftfahrer haben - wie aus der
Ö3-Statistik erkennbar - erste positive Wirkung erzielt. In einigen
Bundesländern - wie z.B. in der Steiermark wurden in den letzten
Tagen die neuen Sicherheitskonzepte zumindest bei den
Bodenmarkierungen komplett umgesetzt.
Im Jahr 2000 hat die ASFINAG in all jenen Bundesländern
Geisterfahrerwarntafel errichtet, in jenen die Aufstellung durch die
ARGE-Autobahnwerbung aufgrund von naturschutzrechtlicher Bedenken
nicht zugelassen wurde. Seit Mitte 2000 sind nun an allen rd. 335
österreichischen Anschlussstellen flächendeckend neue, bereits von
größerer Entfernung gut sichtbare Warntafel aufgestellt.
Die Ergebnisse einer von der ASFINAG in Auftrag gegebenen Studie,
in der die derzeit am Markt erhältlichen sogenannten
"Geisterfahrerkrallen" getestet wurden, zeigen auf, dass keines
dieser Systeme bisher Marktreife erlangt hat. Vor allem die
Gefährdung der Richtigfahrer und die Richtungserkennung stellen für
die getesteten Systeme eine Hürde dar.
Von den Testern - dem TÜV Österreich - wurde weiters kritisiert,
dass bei allen Systemen eine Risikobewertung fehlt, Wartungs- und
Prüfpläne nicht vorhanden sind und - unabhängig von den Systemen
rechtliche Fragen nicht eindeutig geklärt sind.
Die ASFINAG wird daher die Konzepte der Geisterfahrerkrallen
weiterhin nicht außer acht lassen, der Einsatz auf dem
österreichischen Autobahnnetz wird sich jedoch weiterhin auf einige
wenige Häufungsschwerpunkte beschränken.
Durch die starke Zunahme des Gesamtverkehrs, die anlaufende
Ferienreisezeit und - wie zahlreiche Meldungen der letzten Wochen
gezeigt haben - immer häufiger werdende Überforderung vieler
Verkehrsteilnehmer die große Anzahl von optischen Eindrücken in sehr
geringer Zeit verarbeiten zu können, befürchtet die ASFINAG in den
nächsten Monaten ein neuerliches Anwachsen der Geisterfahrermeldungen
und der damit verbundenen Unfälle.
Die ASFINAG wird daher weiter an einer Verbesserung der
Anschlussstellen arbeiten und so versuchen den positiven Trend mit
allen Mitteln zu unterstützen.
Rückfragehinweis: ASFINAG
PR
Harald Dirnbacher
Tel. 01/531 34-51
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